Donnerstag, 31 Dezember 2015 00:00

Vergesst das alte Jahr - Auf ein Neues Empfehlung

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Weiter wie bisher: Prost Neujahr Weiter wie bisher: Prost Neujahr Foto: 123rf/honoriert 32139169 - Roman Sigaev

WALDECK. (wat) Liebe Leserinnen  und Leser von Waldecker Tagblatt...

Nur noch wenige Stunden und das Jahr 2015 neigt sich dem Ende zu. Ein Ende mit Schrecken? Wohl kaum, glaubt man den Politikern, die sich mit purem Aktionismus für eine Willkommenskultur mit unbegrenztem Zustrom der Flüchtigen einsetzen, die einen mehr, die anderen weniger, manche garnicht. Worte wie "Lügenpresse" und "Pack" sorgen sowohl im Rechten, als auch im Linken politischen Spektrum für abstoßendes Kloaken-Gebrüll. Aus dem Reich der politischen Mitte kommt nahezu nichts Produktives, außer geistiger Windstille und den altbekannten Durchhalteparolen der Kanzlerin "Wir schaffen das" und "Deutschland geht es gut", nur um die Bevölkerung zu beruhigen. Die Probleme werden mit operativer Hektik vor sich hergetrieben, als gäbe es kein morgen mehr. Wirkliche Lösungen sind nicht in Sicht.

 

Die großen Medienhäuser Deutschlands, vormals als Hüter der Gerechtigkeit gepriesen, geben seit Monaten die Themen vor und machen derzeit die Politik in Deutschland. Politiker scheinen nur noch willige Erfüllungsgehilfen zu sein und lassen sich mit medialer Rückendeckung in das nächste Amt hieven. Der Bürgerwille scheint nicht mehr respektiert zu werden. Eine große BILD-Zeitung hatte es sogar geschafft, sämtliche, schriftlichen Inhalte aus der aktuellen Ausgabe zu streichen und nur durch freie Flächen zu ersetzen. Und das Irre an der Sache ist: Die Zeitung wurde gekauft! Da stellt mach sich doch die Frage, wer Schuld am geistigen Verfall dieser Nation hat - Der Verlag oder die Menschen, die die Zeitung gekauft haben. Wie auch immer, das Land ist zerrissen, führungslos und überschuldet. Die Bankenkrise ist nicht gelöst, Griechenland versinkt weiterhin im Schuldensumpf, der Russe ist mal wieder der Böse, die Türken werden über Nacht zu Gutmenschen ernannt, einige Balkanländer bilden wieder autoritäre Regierungen, selbst unser Nachbarland Polen hat das Wort "Solidarität"  aus ihrem Wortschatz gestrichen und die Pressefreiheit reaktiviert. Da bleibt nur die Hoffnung, dass wir Deutschen unseren demokratischen Prinzipien treu bleiben und Menschen in Not helfen. Ohne Ansehen der Nationalität oder der Religion.

 

Auch in Waldeck-Frankenberg haben hunderte von ehrenamtlichen Helfern beispiellosen Einsatz gezeigt, doch auch hier ist die Bereitschaft zu helfen, der nüchternen Realität gewichen, dass der Zustrom an Flüchtlingen in dieser Dimension nicht weiter fortgeführt werden kann. Die Mittel sind begrenzt, sowohl finanziell als auch personell. Denn eines ist gewiss, jeder Euro der ausgegeben wird, muss von jedem einzelnen Steuerzahler erwirtschaftet werden.  Wie auch immer, in ein paar Stunden werden in der Böllerrepublik Deutschland wieder Millionen von Euros in Luft geschossen, das neue Jahr wird mit Sekt begossen, das alte Jahr wird vergessen sein. Wir nehmen uns heute vor, ab morgen  nicht mehr zu Rauchen, mehr Sport zu treiben, die überflüssigen Pfunde abzutrainieren, weniger zu Arbeiten, keine Bild-Zeitung mehr zu lesen, am 6. März zur Wahl zu gehen, die Eltern mehr als einmal im Jahr zu besuchen und  die Winterreifen aufzuziehen, bevor der erste Schnee fällt. Unser Tipp: Lassen Sie es, Sie stecken sich in spätestens zwei Tagen die nächste Zigarette an, arbeiten weiterhin wie ein Pferd, verlängern ihr Abonnement bei der Bild-Zeitung, nehmen weiter an Gewicht zu, besuchen ihre Eltern erst wieder zu Weihnachten und werden im Dezember von den Schneemassen überrascht. Sie gehen wieder nicht zur Wahl und wenn doch, wählen Sie das,  was Sie immer schon gewählt haben.

Trotz der miesen Aussichten für das Jahr 2016, wünschen wir unseren Lesern einen guten Rutsch - und bleiben Sie uns gewogen.

 

Die Redaktion von waldecker-tagblatt.de 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 31 Dezember 2015 11:50

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