Donnerstag, 05 März 2015 00:00

Die Grünen legen Gesetzentwurf für Hanfanbau vor - Alles legal Empfehlung

geschrieben von  Seudo Nühm
Artikel bewerten
(17 Stimmen)
Die Bergbauern in Waldeck-Frankenberg bauen in Zukunft Hanf an Die Bergbauern in Waldeck-Frankenberg bauen in Zukunft Hanf an Foto: Waldecker Tagblatt

BERLIN/WALDECK-FRANKENBERG. (wat) Die Grünen starten bereits jetzt ihren Bundestagswahlkampf für 2017 mit Versprechen an die Landwirte.

Grünen-Bundesvorsitzender Cem Özdemir wirkte gestern in Berlin regelrecht berauscht, als er den Gesetzentwurf im Bundestag für den Flächendeckenden Hanfanbau in Deutschland vorstellte. Danach soll Cannabiskonsum kontrolliert freigegeben werden um ihn zu entkriminalisieren. Trete das Gesetz in Kraft, so der Grünen-Chef, wäre das ein Meilenstein in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Zahlen nannte Cem Özdemir auch. Rund 2,3 Millionen Erwachsene nehmen regelmäßig Cannabis zu sich. Rund 100.000 Verfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden pro Jahr eingeleitet. Allein durch die Legalisierung würden die Gerichte eindeutig entlastet und diese könnten sich mehr auf wirkliche Straftaten gegen Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit konzentrieren.

 

Nach den Plänen der Grünen sollen Erwachsene bis zu 30 Gramm Haschisch erwerben oder drei Cannabis-Pflanzen im Gewächshaus und auf dem Balkon anbauen dürfen. Regelrecht beflügelt äußerten sich die Landwirte in Deutschland. Unter dem Motto "Hanf statt Mampf", versprechen die Grünen den Landbesitzern Einnahmen in Millionenhöhe, durch den Anbau und die Vermarktung von Hanfprodukten. So erhielten die Landwirte in Waldeck-Frankenberg gestern kleine  grüne Probepäckchen mit Marihuana und der Aufschrift  "Pro-Bier-Mahl", von der Bundestagsfraktion der Öko-Partei. Scheinbar haben die Grünen den wunden Punkt bei den Landwirten getroffen. Rund 80% der befragten Landwirte in Waldeck-Frankenberg gaben zu, sich mit der Urproduktion von Hanfpflanzen anfreunden zu können. Landwirt Marcus Lustig aus einem Ortsteil von Frankenberg ist ebenfalls begeistert. Der ehemalige FDP-Wähler sieht die Grünen als Partei der Zukunft und würde, wenn heute Bundestagswahl wäre, nicht nur die Grünen wählen, sondern auch einen grünen Bundeskanzler favorisieren: "Aus Klassenfeinden von gestern werden Freunde von morgen", bestätigte der 32-jährige Landwirt zwischen zwei Zügen aus seiner konisch anmutenden Zigarette und ergänzt: "Meine Berufskollegen sehen das ähnlich wie ich, wir benötigen keine Spritzmittel mehr, müssen keine lästigen Subventionsanträge ausfüllen und können endlich mal ausschlafen", so der Landwirt.

 

Während die CDU und die AFD von reiner Rattenfängerei sprechen, signalisiert die SPD Zustimmung zum neuen Legalisierungsgesetz, wenn sie als  Juniorpartner der Grünen im Jahr 2017 Regierungsverantwortung übernehmen darf. Auch hier wurden Namen genannt. Ganz oben auf der Wunschliste der SPD, wird der Name "Hartmann"  als Legalisierungsminister gehandelt. Auf die Plakat-Werbung im Bundeswahlkampf 2017 darf man gespannt sein. Mehr Informationen über die Legalisierung von Drogen gibt es auf der Internetseite von Hanfverband.de  zu sehen.  

Letzte Änderung am Freitag, 11 September 2015 10:35

Schreibe einen Kommentar

Achten Sie darauf, die erforderlichen Informationen einzugeben (mit Stern * gekennzeichnet).
HTML-Code ist nicht erlaubt.