Sonntag, 07 Juni 2015 00:00

Landratswahl 2015: Frese will Bienen mehr Spielraum geben - Dr. Kubat empört Empfehlung

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Sollen nicht mehr so eng zusammenleben müssen: Bienen in Waldeck-Frankenberg Sollen nicht mehr so eng zusammenleben müssen: Bienen in Waldeck-Frankenberg Foto: Waldecker Tagblatt

WALDECK-FRANKENBERG. (wat) Kubat Herausforderer Frese versetzt dem amtierenden Landrat und Bienenzüchter den ersten Stich. Die Wahl am 5. Juli könnte noch spannend werden.

Für den amtierenden Landrat Dr. Reinhard Kubat (SPD) könnte es vier Wochen vor der Landratswahl in Waldeck-Frankenberg noch einmal eng werden. Der Bromskirchener Bürgermeister und Herausforderer Karl-Friedrich Frese (CDU) hat scheinbar den wunden Punkt von Kubat gefunden und versucht mit Versprechungen die Imker im Landkreis auf seine Seite zu ziehen. So prangert Frese die unhaltbaren Zustände in der Bienenhaltung an: "Ein Landrat, der sich der Massentierhaltung verschrieben hat um seine Gewinne zu maximieren, ist für unseren Landkreis nicht tragbar", soll sich Frese geäußert haben. In der Tat hat eine Überprüfung in einem Bienstock des Landrats durch das Veterinäramt mehrere Tausend Tiere gezählt, die total beengt, teilweise übereinander liegend, ihre Arbeit verrichten mussten. Das kommt bei den Grünen, die Kubat unterstützen und auch bei den Imkern im Landkreis nicht gut an. Ein Waldbienenzüchter aus Stormbruch reagierte empört: "Das hätte ich dem Reinhard nicht zugetraut, meine Stimme gebe ich am 5. Juli dem Frese", sagte der Imker dem Waldecker Tagblatt.

 

Glaubt man den Wahlversprechen von Karl-Friedrich Frese, soll es den Imkern und den Bienen im Landkreis Waldeck-Frankenberg unter seiner Ägide deutlich besser gehen. Unter anderem soll der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft völlig eingestellt werden. Rund 15% der Ackerfläche im Landkreis soll als Blühwiese das Nahrungsangebot der Bienen vergrößern und die Imker sollen eine Aufwandsentschädigung für ihr Engagement im fünfstelligen Bereich erhalten.

 

Der begeisterte Bienenzüchter und Honig-Fan Kubat zeigte gestern im Gespräch mit dem Waldecker Tagblatt bereits Nerven: "Das ist unterhalb der Gürtellinie und absolut nicht nachvollziehbar, mein Herausforderer versucht mir den ersten Stich zu versetzen und macht mich bei meinen Imkerfreunden schlecht", so der Landrat. Die Überbelegung in seinen Bienenstöcken erklärt der amtierende Landrat mit natürlichem Zuwachs, verspricht aber zusätzlichen Wohnraum zur Verfügung zu stellen und die Arbeitsbedingungen im Stock zu verbessern.  Außerdem verweist Reinhard Kubat darauf, dass von seinen sechs Bienenvölkern, die er im Garten stehen hat,  ganze drei Völker ausschließlich Bio-Honig produzieren. "Das ich diesen besonderen Honig etwas teurer verkaufen muss, versteht sich von selbst", bestätigte der Landrat sichtlich bewegt sein Handeln.

 

Ob die Imker in Waldeck-Frankenberg die Seiten wechseln und welche Auswirkungen der Bienenskandal auf das Wahlergebnis hat, darüber werden wir kurz vor der Wahl erste Hochrechnungen in´s Netz stellen.

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Letzte Änderung am Montag, 08 Juni 2015 09:36

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