Montag, 21 September 2015 00:00

Ordentlich markiert: Forstämter setzen Anweisungen der Grünen um. Empfehlung

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Dieser Pilz wurde markiert und kann bedenkenlos gegessen werden Dieser Pilz wurde markiert und kann bedenkenlos gegessen werden Foto: Waldecker Tagblatt

DIEMELSTADT. (wat) Das Forstamt Diemelstadt entwickelt sich zur Informationsbehörde und kennzeichnet essbare Pilze in Feld, Wald und Flour.

Lang sind die Zeiten vorbei, in denen der beamtete Förster mit Hund und Drilling sein Forstrevier betrat und seine Waldarbeiter auf Trab hielt. Während der Einschlag der Bäume in früheren Jahren dem Herbst und dem Winter vorbehalten war und Bäume nicht unter einem Alter von 120 Jahren gefällt wurden, werden nun riesige Mengen an Stammholz das ganze Jahr hindurch von Harvestern geerntet und von Sattelzügen aus den Wäldern abgefahren. Die Holzindustrie hat Hunger, die Sägewerke schreien nach Holz. Da spielt es keine Rolle, dass Buchen oder Eichen, die erst 40 Jahre alt sind, dem Einschlag zum Opfer fallen.

 

Der Förster als Beruf hat ausgedient, so schien es zumindest. Alle Abläufe sind automatisiert, die Holzpreise werden im Internet verhandelt und das Holz an Ort und Stelle online versteigert. Private Brennholzwerber wurden aus den Wäldern verbannt. Das hat die einst so stolzen Beamten quasi über Nacht arbeitslos gemacht. Ganz arbeitslos?  Nein, eine kleine Gruppe gewissenhafter Politiker der Partei Bündnis 90/Die Grünen hat sich in Wiesbaden Gedanken über die Zukunft der Förster in Hessen gemacht und die Anweisung 100/200 herausgegeben.  

 

Seit dem 1. September suchen Förster im Auftrag des Forstamtes Diemelstadt  in den Waldungen nach essbaren Pilzen, markieren diese mit einem Kreuz durch ausgiebiges Besprühen mit Forst-Markierundspray und tragen den Fundort im mitgeführten Laptopp auf einer Karte ein um den Pilzsammlern das lästige Suchen zu ersparen. Pilzsammler Robin Röhrling aus Neudorf hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach eine Pilzvergiftung und fühlt sich nun wirklich ganz sicher: "Erst letzte Woche habe ich Pilze gesammelt, die hätte ich vor einem Jahr links liegen lassen", so der 24-Jährige, der bis vor kurzem ein Anhänger der AFD war, nun aber auf Schmusekurs zu den Grünen eingeschwenkt ist.  Auch bei den Förstern kommt die neue Tätigkeit gut an. So bestätigt Förster Windfried Erlenbruch dem Waldecker Tagblatt, dass  es ihm einerlei sei, ob er nun Randfichten auszeichnet oder Pilzkulturen, die im Wald wachsen besprüht. Einen besonderen Pilz-Lehrgang  mussten die Förster nicht absolvieren, heißt es aus dem politischen Wiesbaden.

 

Es bleibt daher zu hoffen, dass sich die Förster besser mit Kulturen auskennen, als die Grünen in Wiesbaden oder als Robin Röhrling, der aus unerklärlichen Gründen auf der Intensivstation im Korbacher Krankenhaus liegt und mit dem Leben ringt.    

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Letzte Änderung am Montag, 21 September 2015 13:46

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