Sonntag, 27 September 2015 00:00

Ab morgen früh: Syrische Pässe im Supermarkt Empfehlung

geschrieben von  Seudo Nühm
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Syrische Pässe zum Schnäppchenpreis Syrische Pässe zum Schnäppchenpreis Foto: Waldecker Tagblatt

WALDECK-FRANKENBERG. (wat) Ab morgen gibt es syrische Pässe im Sonderangebot bei einem namhaften Discounter.

Es sollte die Überraschung des Monats werden, doch diese Nachricht verbreitete sich vorab wie ein Lauffeuer in den Flüchtlingsunterkünften. Ein namhafter Discounter mit den berühmten vier Buchstaben im Firmenlogo wird in den frühen Morgenstunden des 28. September in seinen Filialen rund 87000 Pässe für Flüchtlinge aus Syrien bereitstellen. Das Stück kostet nur 19.99 Euro, das Angebot gilt bis zum 2. Oktober.

 

Ein wesentlicher Grund für die Passschwämme ist der Tatsache geschuldet, dass immer mehr Flüchtlinge angeben aus Syrien zu sein, obwohl sie eine ganz andere Sprache sprechen. Bei einer Stippvisite in der Bundeswehrkaserne im Truppenlager Schwarzenborn haben Redakteure des Onlineportals Waldecker Tagblatt 184 Flüchtlinge und Asylbewerber gefragt, aus welchem Land sie kommen. Die Antwort fiel im wesentlichen immer gleich aus. So gaben 142 Flüchtlinge in kroatischer, serbischer, bosnischer und montenegrinischer Sprache an, dass sie den beschwerlichen Weg aus Syrien über die Balkanroute genommen hätten, weitere 40 konnten gar nicht sprechen und zwei Menschen gaben bereits an, aus Deutschland zu sein.

 

In der Tat hatte der Deutsche Zoll bereits vor Wochen gefälschte syrische Pässe entdeckt und diese konfisziert. Diese Idee hat nun ein Discounter aufgegriffen und ein legales Marketingkonzept entwickelt. Abgezeichnet und für gut befunden wurde die Idee vom Bundesinnenministerium in Berlin, das den Discountriesen pro verkauften Pass mit 199 Euro  subventioniert. Eine Schwachstelle haben die Pässe allerdings: "Es gibt nur zwei Vor und zwei Nachnamen in den Pässen, dafür aber geteilt in weiblich und in männlich", so ein Mitarbeiter des Discounters, der die Ware bereits  kontrolliert hat.  Zum einen handelt es sich Hakima Süleymann und zum anderen um Wagih Süleymann. Die Bilder müssen von den Flüchtlingen  selbst in den Pass eingeklebt und anschließend unterschrieben werden.

 

Für die Grünen ist diese Art der Integrationspolitik zwar ein kleines Modul auf dem richtigen Weg, allerdings nicht der ganz große Wurf, so Claudia Roth.

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Letzte Änderung am Dienstag, 29 September 2015 07:01

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