Dienstag, 02 Februar 2016 00:00

AfD sagt Flüchtlingen Wahlrecht zu - 46% plus X Empfehlung

geschrieben von  Seudo Nühm
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AfD-Wähler in Waldeck-Frankenberg AfD-Wähler in Waldeck-Frankenberg Foto: Waldecker Tagblatt

WALDECK-FRANKENBERG. Wenn heute Wahltag wäre, käme die Partei "Alternative für Deutschland " im Landkreis auf den ersten Platz.

Das ergab eine repräsentative Umfrage von waldecker-tagblatt.de, im Auftrag der etablierten Parteien in Waldeck-Frankenberg. Das Ergebnis ist ernüchternd: Rund 46 % der Waldeck-Frankenberger Wähler würden sich für die AfD entscheiden und die etablierten Parteien in die Wüste schicken. Aber woran liegt dieser Sinneswandel? Sind es die Auswirkungen einer verfehlten Flüchtlingspolitik der Bundesregierung, die bei den Wählern für Unbehagen sorgen? Sind es die Übergriffe der Antänzer aus Nordafrika die ganze Städte in Angst und Schrecken versetzen? Die vielen Autoaufbrüche in Twistetal oder die Ladendiebstähle in Bad Arolsen?- oder die sexuellen Übergriffe in Bahnen und Bussen, die immer häufiger zutage treten?

Nein, nichts dergleichen. Die Waldecker Bürgerinnen und Bürger scheinen ihr Obrigkeitsdenken abgelegt zu haben, weil diese ihre Interessen durch die Politiker nicht mehr vertreten sehen. Die verhängten Maulkörbe an behördlichen Pressestellen und die Gleichschaltung der freien Presse ala Prawda haben das Vertrauen in die Politik verödet. Es bilden sich wieder Bürgerwehren in Waldeck. Die Anträge der kleinen Waffenscheine im Korbacher Kreishaus  türmen sich auf den Schreibtischen der Sachbearbeiter meterhoch, Pfeffersprays, Handschellen und Gummiknüppel sind ausverkauft, jeder der noch einige Euro auf dem Sparbuch hatte, investierte sein Geld in Elektroschocker der neuesten Generation.  Bürgerwehren bilden derzeit das Rückgrat der Demokratie. Das Waldecker Land probt den Aufstand.

In Heringhausen am Diemelsee hat man sogar mangels Masse, einige Flüchtlinge aus Pakistan rekrutiert. Ein Stabsfeldwebel der Reserve übt seit Tagen das Exerzieren auf dem Golfplatz um Zucht und Ordnung in den Haufen zu bringen. Der Stabsfeldwebel stellt  gerade die Einheit "Fremde Heere Süd" auf, ein Ableger der legendären Wehrsportgruppe Hoffmann.  Die Paschtunen, die seit August letzten Jahres in Heringhausen wohnen, haben sich in die Ortsgemeinschaft integriert, sprechen außer ihrer eigenen Sprache sehr gut Englisch und mittlerweile fließend deutsch. Und... sind politisch interessiert. Den Reibert haben die neuen Mitbürger und Streiter für Gerechtigkeit regelrecht inhaliert.

Machmut Halali aus einem Tal in den Bergen Pakistans sagte dem Waldecker Tagblatt: "Unsere Survival-Tour über die Balkanroute nach Deutschland war nichts gegen das tiefe soziale Elend, was wir in Deutschland erleben mussten", so der 23-Jährige, der sich auf das Wahlrecht freut, dass ihm die AfD zugesagt hat, sollte der Durchbruch über den Kreis- und Landtag in den Bundestag gelingen. Besonders stört den 23-Jährigen die ausufernde Altersarmut der Ü 70-er Generation. "Bis  dahin gilt es eisern durchzuhalten und die AfD zu stärken", so ein weiterer Flüchtling, der nicht versteht, weshalb man von Seiten der SPD und der CDU ein Wahlrecht für Flüchtlinge verhindern möchte. Und tatsächlich: Neun von Zehn Flüchtlingen würden die AfD wählen, keiner die CDU, einer die Piraten und alle anderen Parteien scheiden wegen geistiger Inkontinenz aus, glaubt man den aussagekräftigen Statements der Waldeck-Frankenberger Flüchtlinge.

Eines ist jedenfalls sicher: Die Wahl am 6. März wird spannend. Die Frage ist nämlich, ob die AfD bei derzeit 46 % in der Wählergunst steckenbleibt oder über die magische Zahl von 50 % klettert.

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Letzte Änderung am Dienstag, 02 Februar 2016 16:41

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