Freitag, 05 Februar 2016 00:00

Anschlag auf Landrat: Dr. Kubat möchte nicht gewählt werden Empfehlung

geschrieben von  Seudo Nühm
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Keine schöne Aktion... Keine schöne Aktion... Foto: Waldecker Tagblatt

WALDECK-FRANKENBERG. Ein Schelm hat unseren Landrat mit auf den Musterstimmzettel eintragen lassen um ihn in der Öffentlichkeit bloßzustellen.

Einfach unschön, unsinnig und blöd finden die SPD-Mitglieder in Waldeck-Frankenberg diesen schwarzen Humor, der eigentlich nur von der CDU verzapft worden sein kann. Wer den amtierenden Landrat von Waldeck-Frankenberg auf die Wählerliste gesetzt hat wird derzeit untersucht. Fest steht: Sollte Landrat Dr. Kubat gewählt werden, muss er als Landrat abdanken oder darf seine Wahl am 6. März nicht annehmen. Beides geht nun mal nicht und das ist demjenigen, der den Landrat direkt unter die Kopfzeile bei der SPD gesetzt hat, sicherlich bewusst gewesen.

In der SPD jedenfalls rumort es gewaltig, weil bei den Bürgerinnen und Bürgern ein bitterer Beigeschmack mit dem Namen Kubat zurückbleiben könnte. Auf Nachfrage bei der CDU sagte ein Sprecher, dass man mit der Aufstellung der SPD-Bewerber zur Kommunalwahl nichts zu schaffen habe. Aufgefallen sei den Christdemokraten das Malheur der SPD mit ihrer Nr. 1 auch, man sehe die Aktion aber sportlich. Max Mustermann von der CDU wörtlich: "Vielleicht haben die Genossen von der SPD selbst diese Wählertäuschung betrieben, um mit ihrem Zugpferd auf Stimmenfang zu gehen, wohlwissend, dass Herr Kubat die Wahl nicht annehmen wird", so der CDU-Mann.

Für die AfD ist dieser Streich ein willkommener Anlass den Demokratisierungspozess in der SPD unter die Lupe zu nehmen. Stefan Ginder von der AfD: "Nicht alles was rechtlich machbar ist, ist moralisch zu vertreten", so der Sachsenhäuser gegenüber dem Waldecker Tagblatt. Von der FDP war bis  Redaktionsschluss kein Statement zu erhalten, anscheinend möchte man es sich mit dem künftigen Koalitionspartner - wer auch immer das sein mag - nicht verderben. Die Bündnis 90/Die Grünen, möchten sich dazu erst nach der Wahl äußern und die Linke baut derzeit ihren Stuhlkreis auf, um das Thema auf die Tagesordnung setzen zu können.

Wie auch immer: Sollte der vermalledeite Wahlzettel bis zum 6. März nicht geändert werden, sind sämtliche Wählerinnen und Wähler im Landkreis Waldeck-Frankenberg aufgerufen, die Kopfzeile der SPD mit einem großen Kreuz  zu markieren und zwar von oben links nach unten rechts. Nicht dass unser geliebter Landrat am 6. März sein Amt aufgeben muss. Das wäre wirklich tragisch.

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Letzte Änderung am Freitag, 05 Februar 2016 06:58

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