Sonntag, 30 November 2014 00:00

Falsches T-Shirt an: Frankenberger von eigenen Landsleuten verprügelt Empfehlung

geschrieben von  Seudo Nühm
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Frankenberger dürfen nicht alles tragen Frankenberger dürfen nicht alles tragen Foto: waldecker-shirts.de

WALDECK/FRANKENBERG. (wat) Weil ein Frankenberger sich in bessere Kreise schleichen wollte, wurde ihm übel mitgespielt.

Dem 23-Jährigen Sigismund B. aus Frankenberg ist der Griff zum falschen Kleidungsstück schlecht bekommen. Am späten Samstag Nachmittag  wurde ihm so der Frack gehauen, dass er mit Blutergüssen und Prellungen im Frankenberger Krankenhaus ärztlich behandelt werden musste.

Dem Waldecker Tagblatt erklärte der 23-jährige Frankenberger, dass er sich wenigstens einmal in seinem Leben wie ein Waldecker fühlen wollte und extra nach Bad Wildungen gereist sei um sich dort ein T-Shirt mit der Aufschrift "Mein Waldeck lebe hoch" gekauft habe.  "Ich habe das Shirt noch im Geschäft angezogen und in der Tat fühlte ich mich sofort besser und intelligenter". Die Busfahrt zurück nach Frankenberg endete allerdings in einer Katastrophe. Beim Verlassen des Busses in der Frankenberger Bahnhofstraße sind einige Passanten über Sigismund B. hergefallen und haben den jungen Mann nach Strich und Faden verprügelt.

Der Busfahrer bestätigte gegenüber unserer Redaktion den Tathergang: "Ich habe den 23-Jährigen noch kurz vor Frankenberg gesagt, er soll doch das T-Shirt ausziehen oder wenigstens auf links drehen, bevor wir in Frankenberg halten. Der junge Mann zeigte aber keine Regung und summte das Waldecker Lied  vor sich hin. Er ist nur fünf Meter weit gekommen, dann ist der Mob über den armen Jungen hergefallen und hat ihn verprügelt. Das T-Shirt wurde in Fetzen gerissen und anschließend in die Eder geworfen", so der 38-jährige Busfahrer aus Waldeck, der zugibt, selbst nie im Frankenberger Raum aus Sicherheitsgründen seinen Bus verlassen zu haben.

Sigismund B. möchte nun ein T-shirt mit der Aufschrift "Ich bin kein Waldecker" bestellen. Ob das ein guter Gedanke ist bleibt abzuwarten. Sein Arbeitsplatz liegt in Bad Arolsen.

 

Letzte Änderung am Sonntag, 30 November 2014 18:00

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