Mittwoch, 10 Dezember 2014 00:00

Endlich: Unterschied zwischen Waldecker und dem gemeinen Frankenberger geklärt Empfehlung

geschrieben von  Seudo Nühm
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Frank Berg ist der Urahn der Frankenberger. Das Bild entstand um das Jahr 1356 Frank Berg ist der Urahn der Frankenberger. Das Bild entstand um das Jahr 1356 Foto: Waldecker Tagblatt

WALDECK/FRANKENBERG. (wat) Über Jahrhunderte hinweg wusste man, das Waldecker und Frankenberger unterschiedlicher nicht sein können. Das Rätsel scheint genetischer Natur zu sein.

Seit Jahrzehnten weigern sich die Frankenberger vehement das Waldecker Lied zu singen. Zum einen, weil es zu ihnen zu lang erscheint und zum anderen, weil das Denkvermögen mehr als eine Strophe auswendig zu lernen, die Umsetzung des Vorhabens nicht zulässt.

Jetzt wurde bekannt, dass ein Chronist aus dem Waldecker Land einige Erinnerungen zu Papier gebracht hat. Die Schriften wurden kürzlich im Landauer Schloss in einer Eichentruhe gefunden. Bereits im 13. Jahrhundert beschreibt Julius von Hoyen, dass sich das Frankenberger Volk nicht über die Eder traut, wasserscheu ist, wenig Handel führt und der Arbeit nicht wohlgesonnen sei.  Betteln und Tagedieberei waren an der Tagesordnung. Von der Sorte Homo Sapiens, was lateinisch so viel wie "Der weise Mensch" bedeutet, waren die wilden Gesellen aus dem Frankenberger Land weit entfernt. Auf einem weiteren Papyrus ist in Sütterlin verfasst: "Der gemeine Frankenberger ist stark behaart, er besitzet ein stark Gebiss, er schwitzet beim Essen und frieret fürchterlich bei der Arbeit", so der Chronist Julius von Hoyen.

Schaut man sich die geographische Lage des Frankenberger Landes an, scheint an den Chroniken des Julius von Hoyen etwas dran zu sein. Während die Eder als natürliche Bastion im Norden, verstärkt durch Burgen und Schlösser ein Eindringen der Frankenberger in das gelobte Waldecker Land verhinderte, stellte sich der Freiherr von Dalwigk den bettelnden Tagedieben aus Frankenberg an der Orke entgegen. Der Fürst zu Waldeck und Pyrmont schickte seinen genialen Feldhern von der Burg in Adorf an die Orke um die Frankenberger an der Furt zu schlagen und so entstand der Ort Dalwigksthal (genannt nach den Bettelattacken der Frankenberger auf Platt "Dalwik thal" was übersetzt "Dalwigk zahl" bedeutet). Noch heute stehen die Dalwigker mit dem Gewehr bei Fuß im Gut Campf und halten die Wacht an der Orke.

Erst im Jahr 1974, als die Gebietsreform in Deutschland umgesetzt wurde, konnten sich die Frankenberger in bessere Kreise schleichen. Ein sogenannter Solidaritätszuschlag, den die Waldecker seitdem gen Süden schicken sorgt für das Überleben der Stadt Frankenberg.

Letzte Änderung am Freitag, 12 Dezember 2014 07:49

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