Montag, 19 Januar 2015 00:00

WLZ unter eigenem Schutzschirm verkrochen Empfehlung

geschrieben von  Seudo Nühm
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Der letzte Mitarbeiter der WLZ hat sich in Deckung gebracht Der letzte Mitarbeiter der WLZ hat sich in Deckung gebracht Foto: Waldecker Tagblatt

WALDECK-FRANKENBERG. (wat) Waldeck ist um ein Verlagshaus geschrumpft. Die Zeitung ist verkauft worden.

Die schlechten Auflagenzahlen der letzten Jahre haben scheinbar Spuren hinterlassen. Das Verlagshaus der WALDECKISCHEN LANDESZEITUNG mit Sitz in Korbach hat nach umfangreichen Streichkonzerten den Geist aufgegeben. Zuerst hat der Geschäftsführer der WLZ im Dezember überraschend gekündigt, dann wurde die City-Post eingestellt und nun...?

Bereits in der heutigen Ausgabe war die Hessenseite nicht mehr Gegenstand der Lieferung. Derzeit werden die wenigen, noch vorhandenen Mitarbeiter in einer Betriebsversammlung über das weitere Vorgehen unterrichtet. Ursache für den Verkauf ist nach Angaben der Mediengruppe Madsack der heterogene Zeitungsmarkt im Waldeck-Frankenberger Raum. Immer weniger zahlende Abonnenten, weniger Anzeigenkunden und der Krieg mit anderen Verlagshäusern haben den Zeitungsverlag unter den eigenen Rettungsschirm treten lassen. Ein langjähriger Mitarbeiter der WLZ sagte dem Waldecker Tagblatt: "Ignoranz, Größenwahn und  Inkompetenz haben uns gerichtet", so der Verlagsmitarbeiter.

Die Beteiligungen an den Verlagshäusern der Oberhessischen Presse (OP) in Marburg und Frankenberger Zeitung (FZ) wurden ebenfalls verkauft. Auch das seit Jahren defizitäre Postgeschäft wurde rückwirkend zum 1. Januar 2015 eingestellt.

Wer den Verlagstitel der WLZ übernimmt wird in wenigen Tagen in der HNA stehen.

Quelle/Links: Madsack

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Letzte Änderung am Montag, 19 Januar 2015 12:20

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