Freitag, 20 Februar 2015 00:00

Angst vor Hungertod: Kinder wollen nur noch Ein-Topf Empfehlung

geschrieben von  Heinrich Hoffmann
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Ein Topf für alle... Ein Topf für alle... Foto: Waldecker Tagblatt

KORBACH. (wat) Die haushaltsdeckende Verteilung von der Geschichte des Suppenkaspers gilt als die genialste Marketingaktion seit Heinrich Hoffmann. Zumindest in Korbach.

Während Mc Donalds und Burger King ums Überleben kämpfen, haben sich zwei kluge und hübsche Damen namens Monika und Tanja in die Selbständigkeit gestürzt und die Suppenküche "Eintopf " in der Korbacher Innenstadt gegründet. Gesunde und leichte Suppen-Kost steht auf dem Speiseplan. "Hausgemacht und lecker", weiß Monika zu berichten und Tanja ergänzt: "Von 11 bis 16 Uhr präsentieren wir unser Suppenangebot mit Nachtisch, Beilagen und Tees", so die Inhaberinnen von Eintopf-Korbach.de  gegenüber dem Waldecker Tagblatt.

 

Um die Wirtschaft anzukurbeln haben die geschäftstüchtigen Frauen sich etwas ganz besonderes ausgedacht. Im Zeitalter von whatsapp, iphone, Handy  und Tablett besann man sich auf alte Werte, wie Gedichte und Märchen, die bereits im 19. und 20. Jahrhundert die Kinder zum Nachdenken und Suppenessen anregten und so haben die beiden ein fast vergessenes, rechteckiges Gebilde namens Buch aus der Mottenkiste geholt, kopiert und an sämtliche Haushalte in Korbach verteilt. Die Rede ist vom Suppen-Kasper, der nie seine Suppe aufessen wollte und innerhalb von fünf Tagen das Zeitige segnete. Die heute 70-90 jährigen Großeltern kennen die Geschichten natürlich noch und freuen sich über die Rennaissance der alten Schriften und deren psychologischer Wirkung.

 

Das Schicksal des Suppenkaspers wollen die meisten Korbacher Kinder im Alter zwischen drei Monaten und 13 Jahren mit dem Suppenkasper jedoch nicht teilen und schicken seitdem ihre Mütter mit dem einen Topf zur Suppenküche damit das tägliche Mittagessen pünktlich auf den Tisch kommt. Auch die Ärzteschaft ist begeistert, die übergewichtigen Kinder nehmen pö a pö menschliche Körperlichkeiten an. "Kein Gammelfleisch, keine Antibiotikaburger mit Geschmacksverstärker oder fettige Pommes mit Majonese, die bereits aus 12-jährigen Kindern Adipositas-Opfer machen", nähren die Hoffnung eines Korbacher Arztes auf gesunde Kinder, begünstigt durch die schmackhaften Suppen von Monika und Tanja. 

 

Marie-Louise Fischer aus dem Fischerweg in Korbach gibt unumwunden zu, dass die Suppenküche wahrscheinlich ihre Ehe gerettet hat: "Ich kann gar nicht Kochen", so die Hausfrau und Mutter von fünf Kindern (3, 4, 5, 6 und  7 Jahre alt) und bestätigt, dass das Mittagessen seit Jahren entweder von Dalli-Fress oder von Meckes geholt wurde. "Seitdem ich täglich die selbstgemachte Suppe auftische, blüht mein Mann regelrecht auf und unsere Kinder schauen auch nicht mehr so blöd aus der Wäsche", bestätigt die 32-jährige Hausfrau und leidenschaftliche Suppenaufwärmerin dem Waldecker Tagblatt.

 

Die einzige Institution, die der Marketingstrategie vom Suppenkasper skeptisch gegenüber steht, ist die Korbacher Wirtschaftsförderung.

Hier geht´s zur Geschichte vom Suppenkasper: HÖREN

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Letzte Änderung am Freitag, 20 Februar 2015 14:16

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