Mittwoch, 04 März 2015 00:00

Unter Steinen vergraben - Junges Mädchen weiterhin vermisst Empfehlung

geschrieben von  Seudo Nühm
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Hier fehlte die helfende Hand Hier fehlte die helfende Hand Foto: Waldecker Tagblatt

DIEMELSEE/HERINGHAUSEN. (wat) Die kleine Maria-Friederike-Louise Arnold wurde von einem Spaziergänger gefunden. Zu spät, wie sich herausstellen sollte.

Völlig unter Schock stehend, berichtete der 16- jährige Spaziergänger Johannes Gruftmann, dass  in einem Wald, in unmittelbarer Nähe von Heringhausen eine Hand aus dem Boden ragte und er trotz intensiver Kraftanstrengung nicht vermochte, die Hand samt Kopf und Körper aus der Erde zu ziehen. Seitdem fehlt jede Spur von der Hilfesuchenden.

 

Mit den Nerven am Ende, erzählte der erst 16-Jährige, dass er bei Vollmond mit einer Dose Monster Energie-Drink in der Gemarkung am Diemelsee rumgegammelt sei, als er die leisen Hilferufe eines Mädchens hörte: "Ich habe mir dabei erst gar nichts gedacht. Eigentlich sind Schreie nach Hilfe in der heutigen Zeit nichts Ungewöhnliches", so Johannes Gruftmann. "Erst als die markigen Schreie in ein stetiges  Wimmern übergingen, bin ich rüber in das Wäldchen und habe an einem alten Grabstein verschnauft um dann der Stimme zu folgen", bestätigte der etwas übergewichtige Monster-Drink Trinker dem Waldecker Tagblatt sein Engagement. Während über ihm in der Fichte ein Uhu seltsame Laute von sich gab, streckte sich dem 16-Jährigen aus dem Erdboden eine Hand entgegen: "Ich habe aber nicht sofort zugegriffen, sondern erst mal auf dem Grabstein im Mondlicht die Inschrift gelesen, man weiß ja nie, mit wem man es  zu tun hat", so der tendenziell  zur Vorsicht neigende Johannes Gruftmann. Als klar wurde, dass es sich um ein Mädchen handelt, dass Hilfe benötigt, hat  Johannes Gruftmann irgendwann die fremde Hand gepackt und daran gezogen, allerdings ohne nennenswerten Erfolg, wie der 16-Jährige  dem Waldecker Tagblatt berichtete: "Ich fühle mich so nutzlos",  klagte der sonst eher frohe und wortgewandte Helfer und verspricht unter Tränen, diese peinliche Scharte wieder wett zu machen: "Heute Abend nehme ich meine Freundin mit und wenn sich was tut, schaufeln wir das alte Grab auf und befreien das Mädchen", so der selbsternannte Retter. Der Inschrift auf dem Grabstein zufolge ist die kleine Maria-Friederike-Louise Arnold bereits am 11. Januar 1856 gestorben. Wie und warum die damals erst Zehnjährige verschwand, bleibt vorerst ein Rätsel. 

 

Die Redaktion von waldecker-tagblatt.de hat sich in den frühen Morgenstunden selbst ein Bild von der Örtlichkeit gemacht. In der Tat handelt es sich um einen alten, vergessenen Heringhäuser Friedhof, der  völlig zugewuchert ist. Efeu, Bäume und Dornengestrüpp haben sich auf und um die Gräber herum  ihren Platz in der Natur behauptet. Auch ein Fuchsbau in dem sich das Raubwild Zuhause fühlt, ist an diesem (un)heimlichen Ort zu finden. Auf dem Grabstein der Maria-Friederike-Louise Arnold ist vermerkt, dass das Mädchen nur 10 Jahre, 11 Monate und 22 Tage alt wurde. Über den alten Friedhof schweigen sich die Dorfbewohner aus. Lediglich ein alter Mann, der im Tal wohnt, sagte mit drohendem Zeigefinger aus, dass es im Wäldchen nicht mit rechten Dingen zugehe: "Ich hatte mal einen Terrier, der stöberte auf dem alten Friedhof rum, verschwand dort und kam nach kurzer Zeit als Fuchs wieder raus. Das war in den siebziger Jahren. Der Jagdpächter hat den räudigen Fuchs dann totgeschossen", so der alte Herr, gegenüber dem Waldecker Tagblatt.

 

Seit einigen Jahrzehnten ist ein neuer Heringhäuser Friedhof in Betrieb. Der alte Stiefelhügel scheint vergessen.

Mehr Informationen über den alten, mysteriösen Friedhof erhalten Sie, liebe Leserinnen und Leser unter diesem Artikel: L E S E N

Letzte Änderung am Samstag, 07 März 2015 08:23

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