Dienstag, 10 März 2015 00:00

Liebeskiller kalte Füße - Du bist nicht Du wenn Du aufwachst Empfehlung

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Aus der Traum... Aus der Traum... Titelbild:photomorgana/123RF

WALDECK/ÜBERALL. (wat) Wir Männer kennen keine kalten Füsse, zumindest nicht die Eigenen.

Welcher Ehemann oder Liebhaber kennt diese Situation nicht: Du hast dich für eine wilde Liebesnacht frisch geduscht, deine Schamhaare unter den Achseln und unterhalb des Bauchnabels mit dem neuen Wilkinson Sword Hydro 5  fein säuberlich ausrasiert, ein leichtes Deo aufgetragen, die Zähne etwas länger als gewöhnlich geputzt, den Rachenraum mit Odol gegurgelt und ausgespült und zu guterletzt den Dreitagebart mit einer Prise Lagerfeld Photo eingerieben. Du liegst im frisch bezogenen Bett und wartest auf deine Frau, die gerade dampfend aus der hauseigenen Sauna kommt und so richtig aufgeheizt scheint. Ihr vielversprechender lasziver Blick lässt deine Härchen auf den Oberarmen vibrieren. Sie leckt sich mit ihrer Zunge über die roten vollen Lippen und steigt zu dir ins Bett...

 

So weit mein Traum, der abrupt zu Ende ist, als sich zwei Eisbeine unter meine Decke strecken und mich aus dem Schlaf reißen. Mein Wecker zeigt 2.40 Uhr und ich höre die Worte meiner Frau wie aus weiter Ferne: "Schatz, ich hab so kalte Füße und kann nicht einschlafen, liege schon zwei Stunden wach". Willkommen im Alltag denke ich mir und trauer meinem unfertigen Traum nach, dessen Ende ich nie mehr erleben werde. Ich murmel meiner Frau schlaftrunken zu, dass ich müde bin und in vier Stunden wieder aufstehen muss. "Ich kann aber so nicht einschlafen", erwiedert sie und  ich höre eine leichte Aufmüpfigkeit in ihrer Stimme. Ihre Füße sind wirklich eiskalt und ich frage mich, wie eine Kreatur mit solchen Eishaken einen Marathon laufen kann?  Ich frage meine Frau, wieso sie denn kein warmes Dinkelkissen  mit ins Bett genommen habe. "Ich dachte es geht auch so", ist ihre logische Antwort und ich springe aus dem Bett, renne in die Küche, suche das Dinkelkissen und höre meine Frau rufen: "Das Dinkel ist hier unten im Schlafzimmer Schatz". Ich renne wieder runter ins Schlafzimmer, hole das Dinkelkissen und sehe, dass meine Frau sich wie eine Zwiebel zu ihrem Schlafanzug noch einen Pullover und eine Jacke anzieht. Um die Sache richtig peinlich zu machen zieht sie sich noch so eine Hundemütze auf. Nach wenigen Minuten ist das Dinkel in der Mikrowelle so heiß, das es dampft, sie reißt mir den Wärmespender im Bett liegend aus den Händen deckt sich mit ihren beiden Decken zu und schläft innerhalb weniger Sekunden tief und fest ein.

 

Nun liege ich wach und frage mich, wie oft ich diese Situation mit den kalten Füßen meiner Frau schon erlebt habe. 500 mal schätze ich grob, vielleicht auch mehr, immerhin sind wir schon 20 Jahre verheiratet. Und ich nehme mir wie immer vor, meiner Frau abends das Dinkelkissen warm zu machen. Ich schlafe erst gegen fünf Uhr ein und wache pünktlich, genervt durch das akustische Signal meines Weckers total gerädert auf. Meine Frau schläft tief und fest und ich gehe auf Fußspitzen in die Küche.  Heute werde ich nach der Arbeit bei Kroppen eine Wärmflasche kaufen und eine neues Dinkelkissen gleich dazu. Ich nehme mir auch vor, das Dinkelkissen und die Wärmflasche unaufgefordert jeden Abend schön warm ins Bett zu legen. Vielleicht träume ich meinen Traum ja mal zu Ende.

Titelbild: ©123RF/photomorgana-Stockfoto

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Letzte Änderung am Donnerstag, 12 März 2015 17:31

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