Freitag, 20 März 2015 00:00

NS-Vergangenheit in Korbach - Wer war in der Partei? Empfehlung

geschrieben von  Seudo Nühm
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Finden unter dem Kreishaus weiterhin konspirative Treffen statt? Finden unter dem Kreishaus weiterhin konspirative Treffen statt? Foto: Waldecker Tagblatt

WALDECK-FRANKENBERG. (wat) Als im Dezember 2012 ein Kreistagsbeschluss die mögliche NS-Vergangenheit ehemaliger Mandatsträger aufzuarbeiten, in die Tat umgesetzt wurde, schwante den Parteien von CDU, FDP und FWG nichts Gutes.

Geprüft werden sollte lauf Kreistagsbeschluss eine mögliche NSDAP-Mitgliedschaft von Landräten und sämtlichen Kreistagsabgeordneten zwischen 1946 und 1990. Die 13.000 Euro teure Aufarbeitung begann 2013 und steht nun kurz vor der Veröffentlichung. Allerdings möchten die Freien Wähler (FWG)  und die Freien Demokraten (FDP) die vorliegenden Ergebnisse dem gemeinen Volk vorenthalten und geben Datenschutzgründe für die Verweigerungstaktik an. Die CDU will sich kurz vor der Landratswahl im Juli dieses Jahres zu dem Thema gar nicht äußern und enthielt sich bei der Frage um eine Veröffentlichung der historischen Ergebnisse. Ein Insider wusste zu berichten, dass die CDU ihren Landratskanditaten Karl-Friedrich Frese nicht verheizen wollte. Nur die Grünen, die SPD unter Gerd Brückmann und die Linke mit Frontmann Ingo Hoppmann stellten die Frage, weshalb man eine teure Studie auf Kosten der Steuerzahler in Auftrag gibt, um das Ergebnis später unter Verschluss zu halten.

 

Angeblich soll der Bericht  so erschreckend grausam sein, dass die Mitglieder, die der Arbeitsgruppe vorstanden, in kürzester Zeit graue Haare bekommen haben. Dr. Andreas Hedwig, Dr. Jürgen Römer, Karl Hermann Völker und Historiker Dr. Johannes Koenig schienen um Jahre gealtert zu sein, als sie die Ergebnisse dem Landrat vorlegten. Weitere Fragen tauchen auf: Wie viel Nationalsozialist steckte oder steckt in dem einen oder anderen Mandatsträger? Wer liest vor dem Zubettgehen immer noch mein Kampf anstelle der Bibel und gibt es die heimlichen Treffen der ODESSA im ehemaligen Bunker unter dem Kreishaus wie so oft vermutet, vielleicht wirklich? Der Bericht wird diese offenen Fragen beantworten. 70 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges kann die Entnazifizierung nun auch in Waldeck-Frankenberg beginnen.

Mehr Infos erfahren Sie hier: L E S E N

Letzte Änderung am Freitag, 20 März 2015 13:10

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