Dienstag, 24 März 2015 00:00

Grausam: Tiere mit Altöl bestrichen und als Schwäbisch-Hällische Landschweine verkauft Empfehlung

geschrieben von  Seudo Nühm
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Wurden Jahrelang mit Altöl bestrichen: Ferkel Wurden Jahrelang mit Altöl bestrichen: Ferkel Foto: Daniel Bülow/nh

ALTENLOTHEIM. (wat) Ein neuer Fleisch-Skandal liegt über Waldeck-Frankenberg. Großer Rückschlag für Direktvermarkter.

Wie das zuständige Veterinäramt  gestern in einer Mitteilung bekannt gab, wurden in Altenlotheim seit Jahren normale Hausschweine mit Altöl an Kopf und Hinterteil angestrichen und den Verbrauchern als sogenannte Maskenschweine für teuer Geld verkauft. Als "Schweinefreunde Wendberg" getarnt sollen seit dem Jahr 2007 rund 22 Altenlotheimer Bürgerinnen und Bürger vorgegeben haben, das längst ausgestorbene Schwäbisch-Hällischen Schwein gezüchtet und vermarktet zu haben. Auffällig war, dass sich die "Schweinefreunde" selbst, beim jährlichen Schlachte-Essen stetig mit dem Fleischverzehr vornehm zurück hielten.

 

Bei einer Hygiene- und Fleischbeschau stellte sich nun heraus, dass die Maskenschweine mit Altöl bestrichen wurden um die markanten Pigmentierungen an Kopf und Hinterteil hervorzurufen. Zugegeben haben die Schweinezüchter das Fehlverhalten bisher nicht, räumten aber ein, dass das Fleisch einen leicht harzig-öligen Geschmack hat. Die Metzgerinnung in Waldeck-Frankenberg distanziert sich ausdrücklich von solchen Machenschaften und weist gerade in diesem Zusammenhang darauf hin, dass kein Fall bekannt wurde, in dem eine Metzgerei in Waldeck-Frankenberg Fleisch von Schwäbisch-Hällischen Landschweinen verarbeitet oder verkauft habe.

 

Die Sache geht nun an die Staatsanwaltschaft in Kassel. Der Vorwurf: Tierquälerei, grober Unfug und Verstoß gegen das Fleisch-Hygiene-Gesetz sowie das unerlaubte Entsorgen von Altöl in waldnahen Gebieten.

Mehr Infos zu diesem Drama erfahren Sie, lieber Leser unter diesem Link: L E S E N

Foto:Foto: Daniel Bülow/nh

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Letzte Änderung am Mittwoch, 25 März 2015 07:31

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