Dienstag, 21 April 2015 00:00

Erleichtert: Hundehalter nicht für Tretminen verantwortlich Empfehlung

geschrieben von  Seudo Nühm
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Die Verbotsschilder verschwinden und werden durch Gebotsschilder ersetzt Die Verbotsschilder verschwinden und werden durch Gebotsschilder ersetzt Foto: Waldecker Tagblatt

KORBACH. (wat) Die Stadtverwaltung wird ab dem 1. Oktober Hundehalter von der Steuer befreien.

Ab dem 1. Oktober gilt in Korbach auf Gehwegen, öffentlichen Plätzen und in Parkanlagen kein Hundekotverbot mehr. Für die Beseitigung der "Tretminen" wird in Zukunft der Futtermittelverkäufer zur Kasse gebeten. Ein Hundebesitzer aus Korbach hatte geklagt und vor dem BVG recht bekommen. Der 38-jährige, arbeitslose Mann, sollte für seine 13 Hunde Steuern bezahlen und gleichzeitig die "Hinterlassenschaften" seiner Vierbeiner aus dem Stadtpark und von Spielplätzen entfernen. "Das ist für den Hundehalter unzumutbar", begründete der Richter seine Entscheidung und verwies auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes, in dem der Hersteller oder der Verkäufer von Futtermitteln für die Rücknahme oder das Recycling seines Produktes allein verantwortlich ist. Marcus Brede, von der gleichnamigen Zoo- und Futtermittelhandlung bestätigte dem Waldecker Tagblatt die geplante Steuerbefreiung für Hundebesitzer: "Ich habe letzte Woche davon erfahren und mich schon mit Besen und Schippe den Hundekot aus dem Stadtpark entfernen sehen. Nur weil ich das meiste, beste und günstigste Futter an Hundebesitzer in der Region verkaufe, soll ich die Kosten übernehmen". Der schlaue Futtermittelhändler möchte allerdings eine Idee umsetzen, von der alle profitieren: "Ab dem 1. Oktober nehmen wir den Hundekot in Tüten zurück und jeder Kunde erhält beim Neukauf von Hundefutter eine Gutschrift. Damit ist allen geholfen, die Parkanlagen, Spielplätze und Gehwege bleiben sauber, das Futter für die Vierbeiner wird noch günstiger und ich muss keine Tretminen beseitigen. Die Kottüten können bei uns käuflich erworben werden." sagte Marcus Brede dem Waldecker Tagblatt. Der Hundekot soll einer Biogasanlage zugeführt werden und kommt somit als Strom in die Haushalte zurück.

Der Arbeitssuchende, 38-jährige Korbacher findet das Angebot der Firma Brede sehr gut: "Endlich kann ich durch den Stadtpark gehen ohne in irgendwelche übelriechende Exkremente zu treten. Ich werde jetzt früher Aufstehen und nicht nur den Kot meiner 13 Hunde einpacken, ich suche ab 1.Oktober auch intensiv nach den "Hinterlassenschaften" anderer Köter um mein Futter möglichst günstig bei Bredes einzukaufen". Die Zoo- und Futtermittelhandlung Brede hat ihr "eat, shit and pay-back" System bereits als Patent angemeldet.

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Letzte Änderung am Dienstag, 21 April 2015 17:25

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