Sonntag, 26 April 2015 00:00

Willingen: Jäger stechen Maibock an Empfehlung

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Die Hegegemeinschaft Upland fordert ihre Mitglieder auf, sich schriftlich im Sauerländer Hof anzumelden Die Hegegemeinschaft Upland fordert ihre Mitglieder auf, sich schriftlich im Sauerländer Hof anzumelden Foto: Waldecker Tagblatt

WILLINGEN. (wat) Die Mitglieder der Hegegemeinschaft Upland gehen lieber zum Maibockanstich in´s Wirtshaus, als zur Bockjagd am 1. Mai. 

Unter dem Motto "Bock auf Bock mit Blasmusik" treffen sich die Waldecker Waidgenossen erstmalig in gemütlicher Atmosphäre zum Maibockanstich in Willingen. Scheinbar sind die alten Traditionen aus der Mode gekommen. Während in früheren Jahren der traditionelle Bockansitz am 1. Mai die Jägerinnen und Jäger der Hegegemeinschaft Upland auf die Hochsitze trieb um dem edlen Waidwerk zu frönen und dem Rehbock nachzustellen, lässt dich der moderne Jäger nicht mehr aus der Ruhe bringen. Herrmann Löns hat scheinbar ausgedient. In edlen grünen Zwirn verpackt, mit dem Jagdhund und der Ausgehfrau an der Seite und dem prall gefüllten Geldbeutel im Lodenrucksack verstaut, trifft sich die Hautevolee pünktlich um 16 Uhr im Sauerländer Hof um bei Blasmusik, gebratenem Rehbock und süffigem Bockbier die Eröffnung der Bockjagd zu feiern. "Die Zeiten in denen ich am 1. Mai um vier Uhr in der Früh aufgestanden bin, um dem Bock nachzustellen sind vorbei", bestätigte Daniel Schluckebier aus Giebringhausen seine Teilnahme am Bockbieranstich. Auch der Jagdpächter vom Mühlenberg bei Usseln sieht der Bockjagd nun gelassener entgegen: "Ich stehe freitags wie gewohnt um 11 Uhr auf, genieße ein ausgiebiges Frühstück und lasse mich nach meinem Mittagsschläfchen so gegen viertel vor vier nach Willingen kutschieren. Das Ende lasse ich mal offen", so Bernd Iske.

 

Tatsächlich war die Bockjagd in früheren Zeiten ein beachtlicher Stressfaktor für die Jägerschaft. So gab Michael  Zörner aus Ottlar an, dass er dem Nachbarn noch in den Abendstunden des letzten Tages im April die Hochsitztüren mit Spaxschrauben und die Schießscharten mit Leim verschlossen hat, nur um den langehegten sechser Bock nicht zu gefährden, der sich eventuell in´s Nachbarrevier verirren könnte. Auch der Pächter der Eschenseite bei Stormbruch war im Umgang mit der Motorsäge nicht zimperlich und sägte die Hochsitze im Grenzverlauf zum Nachbarrevier im jährlichen Rythmus an, um dem Nachbarn das Wildern auf  seinen kapitalen Rehbock zu verhindern. Unter dem Motto: "Keine Sprossen, keine Trophäen werden sämtliche Hochsitze im Nachbarrevier, die näher als 500 Meter an meiner Reviergrenze stehen angesägt", so der leidenschaftliche Jäger gegenüber waldecker-tagblatt.de. Damit ist nun Schluss. Frei von Revierkämpfen, Jagdneid und charakterlichen Fehltritten, treffen sich die Jäger in Willingen zum Gedankenaustausch, lassen die Jagdhörner schmettern und laben sich an Bier, Schnaps und Bockbraten.

 

Die Hegegemeinschaft Upland bittet ihre Mitglieder um zahlreiches und pünktliches Erscheinen. Natürlich sind auch Nichtjäger herzlich willkommen.

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Letzte Änderung am Sonntag, 26 April 2015 10:39

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