Samstag, 02 Mai 2015 00:00

Diemelsee: Mehrzahl der Eltern stolz auf ihre Söhne und Töchter Empfehlung

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Wo rohe Kräfte sinnlos walten: Selbst hochwertiger Stahl konnte den Bewegungswahn der Jugendlichen nicht stoppen Wo rohe Kräfte sinnlos walten: Selbst hochwertiger Stahl konnte den Bewegungswahn der Jugendlichen nicht stoppen Foto: Waldecker Tagblatt

ADORF/RHENEGGE/HERINGHAUSEN.(wat) Der 1. Mai 2015 wird in die Geschichte der Gemeinde Diemelsee eingehen - und zwar positiv.

Während holländische Feriengäste, die zur Zeit am wunderschönen Diemelsee ihren Urlaub verbringen von einer "road to perdition" sprechen, sind viele deutsche Eltern aus den Ortsteilen Adorf, Rhenegge und Heringhausen maßlos von ihren Söhnen und Töchtern begeistert. Herausgerissene Wegweiser, beschädigte Hochsitze, mehrere hundert Flaschen Alkoholika, ekelhafter Müll, zerborstene Schnaps- und Bierflaschen auf den Wegen, benutzte und unbenutzten Kondome, sowie Schuhe, Strümpfe und Schlüpfer die am Wegesrand liegen, geben ein spontan-positives  Bild unserer Diemelseer Jungend wieder. Scheinbar ist der Deutsche Jungmann und das BDI-Mädel aus einer langjährigen Lethargie erwacht und hat das Wandern im Kollektiv entdeckt. Vorbei sind die Zeiten, als die 11 bis 38-jährigen monoton vor ihrer X-Box gesessen sind und desillusioniert Kriege mit Monstern und Fabelwesen bis in die Morgenstunden spielten. Zurück zur Natur heißt die Devise und das auf Schusters Rappen. 

 

Am 1. Mai haben sich unerwartet dutzende von Mädels und Jungen mit Bollerwagen, Proviant und Getränken zu Fuss auf den Weg von Adorf über Rhenegge nach Heringhausen gemacht um lautstark ein neues Lebensgefühl zum Ausdruck zu bringen. Wandern im Kollektiv scheint wieder "In" zu sein. Obwohl nur eine kleine Gruppe den ca. sechs Kilometer langen Fußmarsch erfolgreich absolvieren konnte, um schlussendlich völlig besoffen Automobile in Heringhausen zu demolieren, rumzupöbeln oder Polenböller in Menschenansammlungen zu werfen, reichte der Schaden aus, um in die heutige Presse zu gelangen. Ein Vater, der seinen Sohn am frühen Mittag des 1. Mai vom Straßenrand aufsammelte, bescheinigte dem Waldecker Tagblatt, dass er nie und nimmer damit gerechnet habe, dass sein Sohn Lukas den Weg in die Natur findet: "Ich wusste gar nicht, dass er überhaupt laufen kann", so der 63-Jährige stolze  Vater von Lukas gegenüber waldecker-tagblatt.de. Auch die Mutter von Mareike ist sichtlich gerührt: "Meine Tochter hatte ihren linken Schuh verloren und wahrscheinlich auch ihre Unschuld", bestätigt die 28-Jährige Mutter den positiven Schwangerschaftstest ihrer kleinen Mareike Wundermann. Wer der werdende Vater sein könnte, darüber wird im Hause Wundermann heftig spekuliert. Das Gute an der gemeinsamen Wanderung ist der Gemeinschaftssinn. Ab einer gewissen Wegstrecke und einem ordentlichen Alkoholspiegel, wird der Mensch gleich. Egal welche Schulbildung man genossen hat, vom Sonderschüler über den Hauptschüler bis zum hochbegabten Pennäler wird der jugendliche Wanderer am 1. Mai zumindest für einen gewissen Zeitraum zum Primaten. Das nennt man Sozialismus oder so.

Mehr Fotos von der "Straße ins Verderben", sehen Sie unter diesem Link bei EDR:  A N S C H A U E N 

 

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Letzte Änderung am Montag, 04 Mai 2015 06:18

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