Sonntag, 24 Mai 2015 00:00

Schweinehund: Terrier versagt auf Hasenspur und tötet Frischling Empfehlung

geschrieben von  Seudo Nühm
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Durfte nur wenige Wochen alt werden: Frischling Durfte nur wenige Wochen alt werden: Frischling Foto: Privat/nh

SACHSENBERG. (wat) Ein Hundeführer aus Lichtenfels wurde bei einer Hundeprüfung des Feldes verwiesen. Ein umfassendes Resozialisierungsprogramm folgt.

Bei einer Hundeprüfung am Samstag im Unterfeld von Sachsenberg, hat der Terrierrüde "Barry vom Wildfang" offensichtlich versagt. Hundeführer Larissa Figgenschlepper (Name von der Redaktion leicht geändert) aus Münden, hatte sich schon so auf die Prüfung gefreut, wo er doch gerade die Hasenspur des Öfteren mit seinem Rüden "Barry" allmorgendlich erfolgreich absolvierte. Der Prüfungstag sollte der Anfang einer großen Zuchtkarriere für den Terrier werden.

 

Der einjährige Rüde wurde um 5.32 Uhr an einer Wiese als erster Hund auf einen in der Sasse liegenden Hasen von der Leine gelassen, arbeitete die Hasenspur sicht- und Spurlaut aus, nahm  zwei Haken des flüchtenden Meister Lampe korrekt, als er nach 900 Metern von der Hasenspur abließ und selbständig in ein Rapsfeld stürmte und einen unbescholtenen Frischling angriff, diesen mit einem Kehlgriff auf den Boden bannte und in nur wenigen Minuten dem Leben des erst wenige Wochen alten Frischlings ein Ende setzte. 

 

Die heran eilenden Richter und Hundeführer konnten nur noch den Tod des Frischlings bestätigen. Prüfungsrichter Hartmut Wettlaufer, der als erster den Terrierrüden und den gemeuchelten Frischling erreichte, berichtete später ausführlich auf Nachfrage von waldecker-tagblatt.de über das tragische Ende des Wildschweins: "Ich richte seit nunmehr 20 Jahren Jagdhunde, aber so ein Fall, dass ein Terrier die Hasenspur verlässt um sich in einem Frischling zu verbeißen, ist mir noch nicht untergekommen. Die Hasenspur konnten wir mit Null Punkten bewerten, Gehorsam ebenfalls mit Null Punkten und somit war der Rüde raus aus dem Rennen", so Wettlaufer. Auch der anwesende Jagdpächter, der das Revier in Sachsenberg für die Hundeprüfung zur Verfügung gestellt hatte, war sichtlich schockiert: "Der Frischling hätte doch noch ein paar Jahre unbeschwert sein Unwesen in den Raps, Mais,- und Haferfeldern treiben können", so der Revierinhaber gegenüber unserer Redaktion.

 

Ein letzter Hoffnungsschimmer für den ungehorsamen "Barry" bleibt allerdings. Der Hundeführer und Besitzer des Terrierrüden  hat die Zusage eines Landwirts aus Stormbruch erhalten, seinen Hund zur Resozialisierung über Nacht in den Schweinestall zu sperren, da eine Wildsau gerade Frischlinge geferkelt habe. "Das nehme ich an", so Larissa Figgenschlepper gegenüber dem  Waldecker Tagblatt.

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Letzte Änderung am Montag, 25 Mai 2015 06:07

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