Mittwoch, 03 Juni 2015 00:00

Einmalig: Ratgeber für Selbstmordgefährdete nun käuflich zu erwerben Empfehlung

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Mit einem Einwegrasierer kann man sich nicht die Pulsadern aufschneiden Mit einem Einwegrasierer kann man sich nicht die Pulsadern aufschneiden Foto: Waldecker Tagblatt

WALDECK. (wat) Ein ehemaliger suizidgefährdeter, langhalsiger Mann aus Waldeck, hat aus seiner Not eine Tugend gemacht und ein Zweite-Hilfe Set entwickelt...

Der 54-jährige Richard K. aus Waldeck hat jahrelang versucht sich das Leben zu nehmen. Bereits als 18-jähriger unternahm  der damals verzweifelte junge Mann den ersten Selbstmordversuch. Er wollte sich über die Sperrmauer am Edersee in die Tiefe  stürzen. Der Versuch misslang, da Richard K. in seiner Aufregung die verkehrte Seite der Sperrmauer wählte, ins Wasser stürzte und von der DLRG gerettet wurde. Seinen nächsten Anlauf unternahm der Waldecker bereits mit 24 Jahren, als er sich von einer Bahn überrollen lassen wollte. Richard K.: "Ich habe mich nur um wenige Sekunden verspätet, deshalb habe ich direkt hinter dem Zug auf den Gleisen gelegen, der Gegenzug hatte ausgerechnet an diesem Tag Verspätung. Ich glaube, irgend so ein Blödmann aus Wabern hatte sich  vor den Zug geworfen". Mit 36 Jahren wollte Richard K. auf Nummer sicher gehen und hat sich von dem Viadukt bei Selbach in die Tiefe gestürzt. Richard K.: "Ich habe mich damals für ein extra starkes Seil entschieden um mich aufzuhängen, habe mir die Schlaufe um den Hals gehängt und bin in die Tiefe gesprungen. Der Verkäufer hätte mir damals sagen müssen, dass es sich dabei um ein Bungeeseil handelt und deshalb für den Suizid nicht geeignet ist".

 

Weitere Selbstmordabsichten in den Folgejahren waren ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt. So verwechselte der langhalsige Waldecker Tabletten mit Tic Tac und kaufte anstelle  der Rasierklingen Einwegrasierer. Auch die führerlose Fahrt mit der Achterbahn auf dem Bad Arolser Viehmarkt hat nichts gebracht. Mittlerweile hat sich Richard K. mit dem Leben arangiert und freut sich auf seine neue Herausforderung: "Ich bin jetzt Unternehmer und habe ein Zweite-Hilfeset für Selbstmordgefährdete entwickelt. Super einfach zu bedienen und absolut sicher in der Handhabung. Da stecken fast 40 Jahre Erfahrung drin", freut sich der 54-jährige Waldecker und  deutet auf das Set in seiner Hand. Ein scharfes Messer, scharfe Rasierklingen für die Pulsadern, ein 20 Meter langes unelastisches Seil, Bleimanschetten für die Beine falls man sich ertränken möchte, der aktuelle Fahrplan der Bahn um Verspätungen auszuschließen, ein Kompass, Selbstmordtabletten und ein nichtaufgeladenes prepaid Handy vervollständigen das Zweite-Hilfe Set. Das Handbuch dazu hat der ehemalige Suizidgefährdete selbst geschrieben. Auf die Frage, weslhalb sich der damals 18-Jährige umbringen wollte, antwortete der heute 54-Jährige, langhalsige Waldecker: "Das weiß ich doch heute nicht mehr, scheint auch nicht so wichtig gewesen zu sein". Nun will der Start-Up Gründer noch mal richtig durchstarten und freut sich des Lebens. Das Set kostet 36 Euro im Onlinehandel, wer möchte kann auch Ratenzahlung vereinbaren.

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Letzte Änderung am Mittwoch, 03 Juni 2015 06:55

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