Samstag, 13 Juni 2015 00:00

Waldecker Waidmänner rüsten auf - Jäger rundum zufrieden Empfehlung

geschrieben von  Waldecker Tagblatt
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Die neuen 360 Grad Jagdleitern von Sutter Die neuen 360 Grad Jagdleitern von Sutter Foto: Waldecker Tagblatt

FÜRSTENTUM WALDECK. (wat) Die Waldecker Jägerschaft hat sich 360º Jagdeinrichtungen angeschafft und ist rundum zufrieden.

Ganze neun Stahlleitern eines namhaften Herstellers von Ansitzeinrichtungen haben sich vier Jagdfreunde aus dem Waldecker Land geleistet und bereits in der ersten Woche 50 Wildschweine im Feld erlegt. Die Ansitze sind mit geräuschlosen Motoren ausgestattet, können stufenweise eingestellt werden und 360 Grad Kreiselbewegungen durchführen. Für den unerfahrenen Jungjäger ist die Wahlstufe 1 mit zwei Umdrehung in der Minute ratsam. Der erfahrene Jäger (ab 10 JJ) darf ruhig die Wahlstufe 2 (300 U/Min) einstellen und die alten Haudegen (ab 60 JJ) sollten mit vorbildlichen 7200 Umdrehungen in der Minute ihr Können unter Beweis stellen.

 

Allen voran der schon greise Constantin Freiherr von Saumarter, einer der erfahrensten Schwarzwildjäger im Fürstentum Waldeck, hat mit seiner Ferlacher Bockbüchsflinte beim ersten Abendansitz sieben Frischlinge erlegt. "Ich musste mich erst an die Geschwindigkeit von 7200 Umdrehungen pro Minute gewöhnen, nach der ersten Stunde kam ich damit aber gut zurecht und habe die Kugeln fliegen lassen", erzählte der freudig erregte 92-jährige Adelige dem Waldecker Tagblatt auf Nachfrage.  

 

Auch der Rheuma- und Gicht geplagte Hubertus von Zweisiedel, der als eher eigenbrödlerisch gilt, sprach  sich positiv über die 360º Leitern aus: "Mein Rheumaleiden hat mich bis vor einer Woche nur Bewegungen von zwei Grad durchführen lassen. Mit meiner angebackten Waffe, war eine Drehbewegung des Körpers gar nicht möglich", so der Weltkrieg II  Veteran, der nach eigenen Angaben  früher zu den besten Schützen im Reich gehörte. Noch heute führt der 99-jährige Einsiedel seinen Karabiner 98 im Kaliber 8 x 57 IS und konnte am Abend, dank der neuen Leitern einen Erfolg von 42 erlegten Wildschweinen in sein Jagdtagebuch eintragen.

 

Jungjäger Junker von der Mätresse, der sein rotes Blut nicht gänzlich leugnen kann, schien peinlich berührt, als er auf Nachfrage von waldecker-tagblatt.de, die Frage nach dem ersten Feldansitz auf der neuen Leiter beantwortete: "Ich durfte nur die Stufe 1 einstellen und hatte natürlich weniger Waidmannsheil als die adeligen Herren",  so der 20-Jährige gegenüber unserer Redaktion. Seine Hoffnungen liegen nun  auf dem nächsten Ansitz im Haferfeld. "Meinen selbst erlegten Frischling und die 49 Sauen der Adeligen von Saumarter und von Einsiedel zu versorgen ist meine oberste Pflicht", sprachs und machte sich an die rote Arbeit.  Die Blaublütigen hingegen gaben sich die Ehre in der Jagdhütte bei Dalwigksthal in gewohnter Gesellschaft, bei Wein, Weib und Gesang. 

Hier geht es zum Youtube Video: A n s c h a u e n

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Letzte Änderung am Mittwoch, 17 Juni 2015 06:41

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