Samstag, 04 Juli 2015 00:00

Sauenausbildung im Hundegatter: "Baldur vom faulen Moor" ganz vorne Empfehlung

geschrieben von  Seudo Nühm
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Freut sich auf das Hundegatter: "Baldur vom faulen Moor" Freut sich auf das Hundegatter: "Baldur vom faulen Moor" Foto: Wikipedia/Makro Freak CC.BY-SA 2.5

ALTKREIS WALDECK. (wat) Überläufer "Baldur vom faulen Moor" geht ran wie Blücher.

Nach dem Motto „Gut Ding will Weile haben", dauerte es einige Zeit, bis die Jagdgegner im Altkreis Waldeck ihre Baugenehmigung für ein Ausbildungsgatter für Wildschweine in den Händen halten konnten.  Für das vier Hektar große Gatter konnte ein Standort auf Gut Schaaken in der Gemeinde Lichtenfels gefunden werden. Hier wurden am heutigen Samstag drei Überläufer ausgebildet und auf die HZP (Hetz-Zucht-Prüfung) im Herbst und die Drückjagden im Winter vorbereitet.

 

Jagdgegner aus ganz Deutschland trafen sich zur Begutachtung des Hundegatters, in dem künftig Frischlinge, Überläufer und starke Keiler unter Mithilfe des Rottenführers, das gefahrlose Hetzen, Stellen und Abfangen mit der Hundefeder üben sollen. "Einen Ausweg für die Hunde gibt  es bei dem Gatter  nicht", bestätigt der Vorsitzende der Jagdgegnervereinigung (JGV) Kevin Roth, (ein uneheliches Kind einer Grünen-Politikerin) dem Waldecker Tagblatt. "Oberste Prämisse bei der Gatterjagd ist die Sicherheit unserer Wildschweine, denn nicht immer geben sich die Hunde gleich geschlagen", weiß der engagierte Rottenführer zu berichten. Besonderen Ärger machen die Stöberhunde wie der Deutsche Jagd Terrier (DJT) oder der Deutsche Wachtelhund (DW). "Bei den Teckeln haben unsere Sauen meistens leichtes Spiel", weiß ein anderer Jagdgegner zu berichten. 

 

Sinn und Zweck soll es sein, dass im Herbst, wenn die Drückjagden beginnen, sich die ausgebildeten Sauen in den Treiben positionieren und den Spieß umdrehen. Sobald "Ho-Sau-Ho" gerufen wird, geht die wilde Hatz auf Jäger, Treiber und Hunde los. Nachdem die Hunde von den Sauen  gestellt wurden, werden diese vom Rottenführer mit der Hundefeder von ihrem sinnlosen Leben erlöst. Bereits im letzten Jahr hatte "Baldur vom faulen Moor" als starker Frischling, einen Deutsch-Drahthaar Rüden (DD) derart heftig geschlagen, dass der Hund seinen Verletzungen erlag. Das aus  dieser Sau mal was ganz Großes wird, darüber sind sich die Rottenführer einig: "Der Baldur geht ran wie Blücher", so ein Kenner der Szene.

 

Die Waldecker Jäger hingegen haben erst sehr spät von dem Ausbildungsgatter für Sauen erfahren und versuchten in letzter Minute das grausame Vorhaben aus tierschutzrechtlichen Gründen zu  verhindern. "Leider erfolglos", so ein passionierter Hundeführer und Besitzer von zwei Stöberhunden. "Für mich und meine beiden Wachtelhunde bedeutet das dass Ende der Jagd", gibt sich der Rüdemann kompromisslos.  

 

Die Hunde die im Gatter eingesetzt werden sind Samt- und sonders aus den Zwingern der Jäger entwendet worden, erfahren wir bei der Verabschiedung im Kloster Schaaken.

Quellen/Links: Youtube  Titelfoto: Wikipedia CC.BY-SA2,5  Foto rechts: Waldecker Tagblatt

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Letzte Änderung am Samstag, 04 Juli 2015 17:40

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