Donnerstag, 09 Juli 2015 00:00

Hallenbad Heringhausen: Eröffnungschance im Frühjahr 2016 liegt bei 3 % Empfehlung

geschrieben von  Seudo Nühm
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Wird vermutlich nie fertig: Hallenbad in Heringhausen Wird vermutlich nie fertig: Hallenbad in Heringhausen Foto: Waldecker Tagblatt

DIEMELSEE-HERINGHAUSEN. (wat) Teilt das Hallenbad in Heringhausen das Schicksal des Bades in Korbach? Werden die Heringhäuser mit den Griechen in einen Topf geworfen? Fragen über Fragen, für die es Antworten gibt.

Nach Rücksprache mit der Touristik-Information in Heringhausen wird das Hallenbad, dass eigentlich im Winter 2014, nach einer Bauzeit von sieben Monaten wieder eröffnet werden sollte, nun erst im Frühjahr 2016 die Pforten öffnen. Diese Info erhielt das Waldecker Tagblatt in den frühen Morgenstunden. Weitere Recherchen in der Gemeinde Diemelsee ergaben, dass von den ehemals veranschlagten 670.000 Euro, die die Sanierung des Bades kosten sollte, die Baukosten minimal auf rund vier Millionen Euro steigen werden.  Eröffnungsstatus unbekannt.

 

Während die restlichen 12 Ortsteile von Diemelsee einen sogenannten "Hexit" fordern und von den Heringhäuser Bürgern Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung und das Ende des ungebremsten Ausgabe-Wahns erwarten, versuchen die Heringhäuser Bürger ihren mondänen und provokanten Lebensstil weiter zu perfektionieren. So wurden die Mitarbeiter, die vorher im Bad arbeiteten, nicht entlassen, sondern sozialverträglich mit anderen arbeiten in Heringhausen beauftragt. Auch ein Bus, der täglich mehrmals von der Sperrmauer nach Heringhausen fährt, an der Seestraße pünktlich hält, niemanden aussteigen lässt, da der Bus leer ist und anschließend die gleiche Strecke ohne Fahrgast zurück fährt, soll weiterhin den Betrieb aufrechterhalten. Der Busfahrer ist bereits entsozialisiert und nimmt nach Dienstschluss auf der Bank seines Psychiaters platz. "Ich habe seit 15 Monaten mit keinem Menschen mehr ein Wort gewechselt", beschreibt der Busfahrer sein Trauma. Die Kosten für die Irrfahrten werden allerdings nur zur Hälfte von der Gemeinde finanziert, der Rest kommt aus dem nahen NRW. Dafür wurde die Tourismus-Information am Diemelsee massiv mit neuem Personal aufgerüstet: "Unser Auftrag ist so geheim, dass wir selbst nicht wissen was wir tun", wird eine Mitarbeiterin der Tourismuszentrale zitiert.

 

Die "Griechen", wie die Heringhäuser Bürgerinnen und Bürger liebevoll von den Bewohnern aus anderen Diemelseer Ortsteilen genannt werden, müssen jetzt liefern. Die 366 Einwohner von Heringhausen haben nun die allerletzte Chance, sich mit einer Zahlung von vier Millionen Euro aus der prekären Lage  zu befreien, sonst droht der Rauswurf aus der Solidargemeinschaft. Der Ortsvorsteher aus Flechtdorf hat ausgerechnet, dass für jeden Heringhäuser Bürger 10.928,96 Euro fällig werden. Aus dem Bürgermeisteramt kommen eher sanfte Töne, so hat ein Gemeindeverwalter ausgerechnet, dass die Gemeinde Diemelsee besser gar nicht an die Eröffnung des Bades denkt, sondern froh über jeden Tag sein sollte, an dem das Hallenbad nicht geöffnet hat: "Wir sparen täglich an Unkosten 1100 Euro", so der Genius aus dem Bürgermeisteramt.

Es bleibt spannend am Diemelsee.

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Letzte Änderung am Freitag, 17 Juli 2015 06:31

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