Samstag, 11 Juli 2015 00:00

Nach Erlegung eines Frischlings: Jäger ganz sicher, morgen zum GröJaZ geschlagen zu werden Empfehlung

geschrieben von  Waldschrat
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Wurde vom GröJaZ gestreck: Frischling Wurde vom GröJaZ gestreck: Frischling

STORMBRUCH. (wat) Ein Jäger vom Diemelsee wird morgen zum größten Jäger aller Zeiten gekrönt.

In den Abendstunden des 10. Juli 2015 hat ein Jäger aus dem Raum Diemelsee nach langen Jahren erfolgloser Ansitzjagd, endlich ein Wildschwein erlegen können. Der Frischling wog aufgebrochen 30 Kilogramm und ziert seit heute die Titelseiten der heimischen Presse. Karl-Friedolin B. aus Stormbruch ist überglücklich und kann den morgigen Abend im Gasthaus Kornhaus in Stormbruch kaum erwarten. "Die komplette Waldeckische Jägerschaft wird morgen zum Stammtisch anreisen und mir Waidmannsheil wünschen", ist sich der 64-jährige Jäger aus Stormbruch sicher. "Ich habe extra eine Freileitung bei der Telekom beantragt und heute den ganzen Tag am Telefon gesessen, scheinbar ist da wieder was technisches bei der Telekom schief gelaufen. Ich warte jede Minute auf die Anrufe von meinen Jagdgenossen, die mir Waidmannsheil wünschen wollen", so der Stormbrucher Jäger. 

 

Die Leidensgeschichte des glücklosen Jägers zieht sich bereits seit 20 Jahren wie Kaugummi. Unter Tränen berichtet der Jäger vom Diemelsee von dramatischen Jagdgelegenheiten. Ich habe so viel falsch gemacht in den letzten 20 Jahren. Entweder hatte ich die falsche Munition dabei oder das falsche Gewehr. Manchmal hatte ich auch beides vergessen. Oftmals bin ich auch bei Vollmond eingeschlafen, als ich wieder wach wurde, waren die Sauen satt und in der nächsten Dickung verschwunden.  Ich hatte einfach kein Jagdglück, selbst meine  beiden Jagdhunde haben mich mitleidig angesehen, wenn ich  das Gewehr geschultert habe um den Sauen nachzustellen". Friedolin B. aus Stormbruch zeigt uns sein Jagdtagebuch, wo alles minutiös aufgeschrieben wurde. Einträge wie: "Sitze versehentlich im falschen Revier" oder "Habe den Schlüssel von der Kanzel vergessen", bis hin zu "Bin vom Mais-Häxler bei der Maisernte angefahren worden" oder auch "Vom eigenen Jagdhund angenässt und gebissen worden", machen deutlich, was Friedolin B. in den vergangenen Jahren erleiden und erdulden musste. "Die lieben Jagdfreunde von der Hegegemeinschaft Upland haben mich immer wieder aufgefordert den Kopf nicht hängen zu lassen und haben mir versprochen, mich zum größten Jäger aller Zeiten (GröJaZ) zu schlagen, wenn ich ein Wildschwein erlegen sollte". Friedolin B. aus Stormbruch kann den morgigen Tag kaum erwarten: "Ich habe die Wirtin vom Kornhaus  schon angerufen und ihr gesagt, sie soll zusätzliche Stühle stellen, damit keiner meiner Gäste stehen muss und ordentlich Bier und Schnaps vorhalten um die Sau totzutrinken", schwärmt der 64-jährige Jäger. Auf die Frage, wie die Sau zur Strecke kam, wollte sich Jäger Karl-Friedolin B., nicht äußern, es sei aber, so der 64-Jährige, alles mit rechten Dingen zugegangen.

Das Waldecker Tagblatt wird an der Zeremonie im Kornhaus teilnehmen und ordentlich darüber berichten...

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Letzte Änderung am Samstag, 11 Juli 2015 11:07

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