Dienstag, 25 August 2015 00:00

Falsche Tür genommen - Ehefrau wird zur Furie Empfehlung

geschrieben von  Seudo Nühm
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Die Parkett- und Türenausstellung bei der Firma C.C. Curtze ist eröffnet... Die Parkett- und Türenausstellung bei der Firma C.C. Curtze ist eröffnet... Foto: Waldecker Tagblatt

KORBACH. (wat) Eine Ehefrau aus Korbach hat ihren Mann geschlagen, weil er im falschen Holzfachmarkt eingekauft hat.

Zu Recht, wie die vorsitzende Richterin am Amtsgericht Korbach, ihr Urteil (AZ: AGK - 08/15C.C.C. ) vom vergangenen Freitag begründet. Nach Angaben des Ehemannes (38), hatte seine Frau ihn beauftragt, eine neue Badtür bei der Firma C.C.Curtze zu holen und diese einzubauen, bevor sie von der Arbeit nach Hause kommt. "Ich habe ausnahmsweise mal nicht beim C.C. eingekauft und bin davon ausgegangen, dass meine Frau nicht merkt, dass ich die Tür anderweitig erstanden habe. Welcher Teufel mich da geritten hat, dass weiß ich bis heute nicht, aber gleich den Besenstiel aus dem Schuppen holen und auf mich einprügeln, das geht zu weit", erklärte der geschlagene Kläger gegenüber dem hohen Gericht.

 

Die angeklagte Ehefrau (41) schilderte den Fall so: "Wir kaufen seit über 175 Jahren bei der Firma unseres Vertrauens und sind damit immer gut gefahren. Als ich von der Arbeit nach Hause kam und sah, dass mein Mann immer noch mit dem Einbau der Badtür beschäftigt war, habe ich mir den Barcode an der Innenseite der Tür angesehen und sofort gemerkt, dass diese Tür nicht bei der Firma Curtze gekauft wurde. Ich stellte meinen Mann zur Rede, als dieser sich in Widersprüche verfing und mir ins Gesicht sagte, dass es auch andere Firmen mit guten Produkten gibt, da bin ich ausgerastet", so die 41-jährige, die von Berufswegen Pädagogin ist und als angesehene Lehrerin in einem Korbacher Gymnasium arbeitet. In der Folge habe sie einen erst kürzlich erworbenen Besenstiel aus ihrem Gartenschuppen geholt und mit den Worten: "Hier siehst du mal was Qualität bedeutet", den Knüppel in kurzer aber fester Reihenfolge ca. eine Stunde lang auf den Körper ihres Ehemanns sausen lassen.  

 

Nach dem die beiden Parteien ihre Aussagen gemacht hatten, wies die Richterin die Angeklagte an, ihren Platz mit dem Kläger zu tauschen, die Rechtsanwälte mussten ebenfalls ihre Plätze räumen und so wurde aus der Angeklagten in nur wenigen Minuten ein behördlich anerkanntes Opfer, der vermeintlich geschädigte Ehemann aber zum Angeklagten. In der Urteilsbegründung entschied die Richterin zu Gunsten der Ehefrau, dass der ehrlose Ehemann die Tracht Prügel zu recht bezogen habe: "Ich musste am eigenen Leib erfahren, wenn Ehemänner auf Einkauftour geschickt werden und mit Produkten aus anderen Holzfachmärkten nach Hause kommen", so die Richterin, die in fünfter Ehe verheiratet ist, gegenüber der Pädagogin.

 

Das Urteil: Der Frau steht eine Entschädigung in Höhe von 1000 Euro zu, die in 100 Tagessätzen zu 10 Euro in Form von Wertgutscheinen der Firma C.C.Curtze, jeden morgen beim Frühstück mit einer ausgesprochenen Entschuldigung in devoter Haltung vom Ehemann an die Geschädigte übergeben werden müssen. Eine Revision ist nicht möglich. Dass das Urteil so milde ausgefallen sei, begründete die Richterin mit den Worten: "Da sie vermutlich Ersttäter sind, will ich Gnade vor Recht ergehen lassen, sollten sie sich aber erneut auffällig verhalten, müssen sie mit weitreichenden  Konsequenzen rechnen". Der Ehefrau machte die Richterin dagegen Mut: "Sie werden das Trauma irgendwann überstehen und wieder ein normales Leben führen können, die 100 Gutscheine werden ihnen helfen, das Erlebte hinter sich zu lassen", so die Richterin und verabschiedete sich pünktlich um 12 Uhr in das Wochenende um sich mit ihrem fünften Ehemann die neue Parkett- und Türenausstellung in der Skagerrakstraße anzuschauen.

Werbelinks: Firma C.C. Curtze

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Letzte Änderung am Mittwoch, 26 August 2015 06:15

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