Donnerstag, 17 September 2015 00:00

Also doch: Erste Schläfer in Diemelsee festgenommen Empfehlung

geschrieben von  Waldecker Tagblatt
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Hinter diesem Fenster haben vier Schläfer subversive Tätigkeiten durchgeführt Hinter diesem Fenster haben vier Schläfer subversive Tätigkeiten durchgeführt Foto: Waldecker Tagblatt

DIEMELSEE-HERINGHAUSEN. (wat) Scheinbar hatte der ehemalige Bundesinnenminister Friedrich den richtigen Riecher. Die ersten Schläfer wurden in den frühen Nachmittagsstunden dingfest gemacht.

Die Kehrtwende der Bundesregierung in der Asylpolitik geht scheinbar auf die Kritik  von Ex-Innenminister Friedrich zurück, Flüchtlinge aus Ungarn unregistriert ins Land zu lassen. Verheerende Spätfolgen schloss der CSU-Politiker nicht aus und warnte davor, dass unter den Flüchtlingen auch eine schwer abschätzbare Zahl von IS-Kämpfern und islamistischen Schläfern sei. Seit zwei Tagen werden an den EU-Grenzen und auch innerhalb von Deutschland wieder Pässe kontrolliert und subversive Elemente in Lager gesteckt.

 

Nun scheint der Ernstfall eingetreten zu sein. In einem Ortsteil von Diemelsee wurden gestern vier syrische Schläfer von der Polizei festgenommen und verhört. Den entscheidenden Tipp hatte der Frührentner Hagen Tronje (34) der Polizei mitgeteilt, die zusammen mit dem SEK 2 aus Kassel den Zugriff wagte. Pünktlich um 14.32 Uhr erfolgte die Sprengung der Haustür in der Asylwohnung mit 22 Kilogramm TNT, zeitgleich wurden Blendgranaten durch die geschlossenen Fenster und Jalousien geschossen. Auch Tränengas kam zum Einsatz. Ein neu bei der Polizei eingeführter Flammenwerfer wurde nur probeweise von den Beamten benutzt.  Die Festnahme der vier überrumpelten Syrer war reine Formsache. Um 14.34 meldete das SEK an die Einsatzzentrale per Funk: "Zugriff erfolgreich beendet, Schläfer festgenommen, Gebäude gesichert". 

 

In einer ersten Stellungnahme lobte der Einsatzleiter die umsichtige Vorgehensweise der Polizeikräfte. Die vier Scheinasylanten wurden sämtlich in den Betten liegend von den Polizeikräften überrascht. Besonderen Dank sprach der Einsatzleiter dem 34-jährigen Frührentner aus, der durch eine hohe Auffassunsgsgabe und persönliches Engagement den Zugriff erst ermöglicht habe: "Wir brauchen mehr Menschen in Deutschland von ihrem Format", so der SEK-Leiter gegenüber Hagen Tronje.  In einem anschließenden Gespräch hatte der Frührentner noch einmal die Gelegenheit sich zu äußern. Demnach hatte der 34-Jährige die Wohnung der vier Syrer mit seinem Fernglas rund um die Uhr, nur unterbrochen von einigen Ruheeinheiten, observiert: "Auffällig waren die permanent geschlossenen Jalousien und  Fenster der Asylunterkunft, auch die  Schnarchgeräusche der Schläfer sind mir unter die Haut gegangen", so Hagen Tronje. "Dass man diese Menschen nie zu Gesicht bekam, hat mich ebenfalls stutzig werden lassen", beschreibt der Frührentner das auffällige Verhalten der Syrer. Selbst mal nach dem Rechten zu schauen, davor hat sich der Frührentner gefürchtet: "Man hört und liest ja so einiges von diesen Menschen, in Gefahr wollte ich mich selbst nicht bringen", sagte der ehemalige Zeitungsausträger dem Waldecker Tagblatt auf Nachfrage.

 

Gefunden wurden bei der anschließenden Hausdurchsuchung weder Waffen noch Sprengmittel. Allerdings gaben die vier Syrer an, schnellstmöglich in ein sicheres Drittland abgeschoben zu werden. Als Ziel nannten sie Ungarn. Ob dem Wunsch von Seiten der Behörden entsprochen wird, darüber kann nur spekuliert werden. Die Ermittlungen dauern jedenfalls an. Frührentner Tronje ist weiterhin den Schläfern auf der Spur.

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Letzte Änderung am Donnerstag, 17 September 2015 10:21

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