Dienstag, 13 Oktober 2015 00:00

Fährt gelegentlich im Auto mit: Klaus Bärbel Zitterbart Empfehlung

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Der 17-jährige Klaus Bärbel ist doch an Bord Der 17-jährige Klaus Bärbel ist doch an Bord Foto: Waldecker Tagblatt

HANSESTADT - KORBACH. (wat) Ein 32-jähriger Korbacher versucht seit Jahren seinen Sohn zu verleugnen. Heute musste er Farbe bekennen.

Wer kennt sie nicht, die Aufkleber an den Hecks der Fahrzeuge, wenn man auf der Autobahn mit 220 km/h auf den Vordermann auffährt um zu lesen, dass Chantalle, Kevin oder Lara-Auguste an Bord ist. Besonders interessant wird es dann, wenn die Familie vor einem, vier oder fünf eigene Kinder im Auto hat. Die Namensgebung der Kinder und die Art, wie Eltern unbeteiligten Menschen mitteilen, wie stolz Vater und Mutter auf Sven-Luca, Sarah-Sophie, Erich, Martin und Werner sind, kann nicht hoch genug anrechnet werden. Was aber passiert, wenn ein Aufkleber den Namen des Kindes nicht preisgeben möchte?  Lesen Sie selbst...

Ein Foto das die Redaktion vom Waldecker-Tagblatt am heutigen 13.10.2015 im Nassbereich am Car Wash-Center in der Briloner Landstraße geschossen hat, zerstörte in wenigen Minuten ein lang gehegtes Geheimnis. Mit seinem silbernen Peugeot 207 raste ein Familienvater aus Richtung der Korbacher Innenstadt auf das Gelände einer Autowaschanlage, um den Wagen vor dem Wintereinbruch noch einmal richtig durchzubürsten. Auf dem Heck seines französischen Automobils hatte der 32-Jährige einen Button mit dem Schriftzug: "Kein Balg Mit Blödem Namen An Bord" aufgeklebt. Auf dem Rücksitz des Peugeots saß aber der 17 Jahre alte Sohn des Vaters,- ordnungsgemäß angeschnallt.

Neugierig geworden fragte der Redakteur den Vater nach dem Namen des jungen Mannes auf dem Rücksitz, diesen wollte der Vater allerdings nicht nennen und zeigte stumm, mit ausgesteckter Hand auf den Aufkleber an der Heckklappe des Franzosen. Erst auf mehrmalige, eindringliche Befragung, gab der Familienvater, der sich als Heinz-Heinrich Zitterbart vorstellte zu, dass sein Sohn vor 17 Jahren ein Opfer der Säuglingsabteilung im Korbacher Krankenhaus geworden sei. Die Geburtsurkunde wurde damals auf den Namen Klaus-Bärbel Zitterbart ausgestellt, seit dieser Zeit hat sich das Leben der Zitterbarts dramatisch verändert: Wir sind nur noch Nachts mit dem Wagen spazieren gefahren, aus Angst vor dämlichen Fragen. Anfangs haben wir Buttons mit falschen Namen auf das Auto geklebt, ganz geläufige Namen wie Heinz Erhard, Liselotte Pulver, Jim Rakete oder Til Schweiger an Bord. Das hat uns aber scheinbar keiner abgenommen", so Heinz Heinrich Zitterbart gegenüber waldecker-tagblatt.de.

Ein Funke Hoffnung bleibt den Zitterbarts allerdings, die Mutter von Klaus-Bärbel erwartet in wenigen Tagen ihr zweites und drittes Kind. Da will Vater Heinz-Heinrich alles richtig machen. Namensschilder sind schon bestellt. Korbach ist in wenigen Tagen um ein Zwillingspärchen,- und um einen P 207 mit zwei Aufklebern reicher.

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Letzte Änderung am Dienstag, 13 Oktober 2015 17:46

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