Samstag, 17 Oktober 2015 00:00

Mann der aussieht wie Jörg Feldmann verteilt Hauswurfsendungen Empfehlung

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Fühlt sich unwohl: Bürgermeister Gregor Winter Fühlt sich unwohl: Bürgermeister Gregor Winter Foto: 123rf/honoriert 45243891-alphaspirit

WALDECK.  Hauswurfsendungen mit der Überschrift "Flüchtlinge in Sachsenhausen" sorgen für Unruhe in der Bevölkerung.

Mehrere angeblich falsche Hauswurfsendungen zur Unterbringung hunderter Flüchtlinge in Sachsenhausen, Netze und Nieder-Werbe sind am Freitag in den Briefkästen der Hausbesitzer gelandet. Darin wurden die Besitzer und Mieter von einem gewissen Gregor Winter aufgefordert den eigenen Wohnraum zur Beherbergung Schutzsuchender herzugeben. Im Klartext: Beschlagnahme des Eigentums für Flüchtlinge durch die Kommunalstelle für dezentrale Flüchtlingsunterbringung.

Während der Landrat des Landkreises Waldeck-Frankenberg Dr. Reinhard Kubat dem Waldecker Tagblatt glaubhaft versicherte, dass es sich bei der Postwurfsendung um ein Phantasieschreiben handelt um die Bevölkerung zu verunsichern, meldeten sich bei der Redaktion von waldecker-tagblatt.de  telefonisch mehrere  Wohn- und Hauseigentümer aus den Waldecker Stadtteilen, die einen etwa 49-jährigen Mann erkannt haben wollen, der exakt so aussieht wie der amtierende Bürgermeister von Waldeck. Marie-Luise Wagenknecht aus der Weitsichtgasse in Sachsenhausen sagte dem Waldecker Tagblatt: "Ich habe mich noch gewundert, dass unser Bürgermeister selbst als Postbote unterwegs ist", so die 76-Jährige, die den ganzen Tag am Fenster sitzt, um nichts verpassen zu müssen.

Warum sich Jörg Feldmann in dem Schreiben als Gregor Winter ausgibt, darüber kann nur spekuliert werden. Fakt ist, dass Herr Feldmann in seiner letzten Stadtratssitzung laut unbestätigter Meldung gesagt haben soll, dass er auf einem Pulverfass sitzt und die Lunte bereits brennt. Das Thema Flüchtlingsunterbringung hat der Vollblutpolitiker zur Chefsache gemacht, nachdem seine Firma "Stadt Waldeck GmbH" die Werbe runtergeflossen ist.

Die drei Hauseigentümer Karl Müller, Friederich Meier und Justus Schulze aus Netze haben indes die Schnauze voll und ihre Häuser bereits verlassen, weil ihnen die Diskussion mit den Flüchtlingen die Nerven raubt. Den Haustürschlüssel haben die drei Pensionäre in den Briefkasten bei der Stadtverwaltung eingeworfen und ein Schreiben an "Gregor Winter" hinzugefügt. Über den schriftlichen Inhalt der Postwurfsendung wollten die drei Netzer sich nicht äußern.

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Letzte Änderung am Samstag, 17 Oktober 2015 08:43

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