Dienstag, 17 November 2015 00:00

Suppenlöffel: Immer mehr Babys stehen auf Eintopf Empfehlung

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Möchte den Hirse-Rübenkompott von Miluppa nicht essen: Baby Jonathan Möchte den Hirse-Rübenkompott von Miluppa nicht essen: Baby Jonathan Foto: 123rf/honoriert 47432766 - Lopolo

KORBACH. (wat) Löffel nicht abgegeben - eine Studie der Friedrich Klaus Stiftung kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis.

Seit mehreren Monaten kommen in der Suppenküche in Korbach die Löffel abhanden. Rund 4000 Löffel wurden allein im ersten Halbjahr 2015 von den Kunden als Souvenir eingesteckt. Für die beiden Inhaberinnen der Firma "Ein Topf", Anlass genug, die renommierte Friedrich Klaus Stiftung mit der Lüftung des Problems zu beauftragen. Das Ergebnis der Studie ist überraschend. Demzufolge haben nach einer Befragung von 1000 Kunden, 934 Suppenesser die Löffel mitgehen lassen.  Davon waren allein 85 % Mütter mit ihren Babys, ganze 12 % der Befragten gaben an einen Löffel-Fetisch zu besitzen und 3 % wussten keine Antwort auf die peinliche Frage.

Was aber genau hat es mit der Mutter, - Kind, - Löffel, - Suppenbeziehung auf sich? Wieso essen die Babys ohne zu Murren oder zu Knurren anstandslos den Eintopf in der Suppenküche, fordern nach der ersten Portion noch einen Nachschlag und lecken dann auch noch den Teller ab? Weshalb ist das erste Wort, dass die kleinen Strolche lernen und aussprechen können, nicht wie früher üblich, Mama oder Papa, sondern Löffel und Tomatencremesuppe? Dazu die Antwort von dem Vorsitzenden der Friedrich Klaus Stiftung: "Die Zeiten von Hip, Miluppa und anderen Babynahrungsherstellern scheint sich dem Ende zuzuneigen".  Demnach möchten Babys nicht mit sinnlosen Selbstlauten wie "sag mal Aaaa....",  oder zum 27. Mal mit der Aufforderung "noch einmal den Mund aufmachen...", konfrontiert werden. Auch das Vorkosten, wenn Oma, Opa oder Mutti den mit Hip-Gemüsebrei gefüllten Löffel im eigenen Mund mit der behaarten Zunge auf die richtige Temperatur prüfen, damit sich der Zögling nicht verbrennt, scheint dem modernen und selbstbewussten Baby von heute nicht zu schmecken. Selbst mit Lügengeschichten wurden die Kleinen in den letzten 80 Jahren zum Verzehr von ungesunder Glasware gedrängt. So wurde ihnen versprochen, dass es aufhört zu regnen, wenn das "Männlein" den Hirse-Rübenkompott ganz aufisst. Auch vor Horrornachrichten scheuten die Eltern nicht zurück  und drohten den Kindern im zarten Alter von sieben Monaten mit dem "Schwarzen Mann", sollte das Gläschen noch Spuren des köstlichen Hip-Mahls aufweisen.  Friedrich: "Das Baby von heute kann sehr wohl unterscheiden, was ihm gut- oder weniger gut tut, scheinbar ist das Essen in der Suppenküche nicht nur schmackhaft sondern auch gesund, die Löffel dienen den Kindern als abwechslungsreiches Spielzeug", so der Vorsitzende gegenüber dem Waldecker Tagblatt.

Die beiden Inhaberinnen der Suppenküche "Ein Topf" haben aus der Studie die richtigen Schlüsse gezogen und verzichten auf die Rückgabe der Löffel. Mehr noch: "Zu jedem Geschenkgutschein, den wir ausstellen, erhält der Käufer einen extra Löffel als Zugabe", so die beiden hübschen Suppenfrauen.

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Letzte Änderung am Dienstag, 17 November 2015 13:24

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