Sonntag, 06 Dezember 2015 00:00

Bombenalarm in Korbach: Verdächtige Zeichen auf Pflastersteinen entdeckt Empfehlung

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Unter einem der Kreuze wurde eine Tellermine vermutet Unter einem der Kreuze wurde eine Tellermine vermutet Foto: Waldecker Tagblatt

KORBACH. (wat) Eine 21-jährige Frau aus Korbach meldete der Polizei gestern verdächtige Zeichen in der Hagenstraße.

Mit einem Großaufgebot an Polizeikräften, darunter ein mobiles Einsatzkommando und ein Sondereinsatzkommando mit Sprenstoffspürhunden, konnte gestern in den frühen Abendstunden in der Hagenstraße in Korbach, eine latente Gefahr bereinigt werden. Sieben Geschwister im Alter von vier bis neun Jahren gaben ihrer Mutter Gabriele Schlauberger den entscheidenden Tipp.  Mit der Frage der kleinen vierjährigen Lisa-Joell an ihre Mutter : "Mama, dürfen wir Tick - Tack - Tod spielen?", setzte ein Automatismus in Gang, der seinesgleichen sucht.

Gabriele Schlauberger: "Ich ging mit meinen Kindern runter in die Hagenstraße und ließ mir zeigen, was meine Kinder spielen wollten. Als ich die Zeichen mit den Gittern, den Nullen und den Kreuzen auf dem Pflaster sah, wählte ich sofort die 110 und zählte die Tags: Terror, Mine, Kinder, Gefahr, Pflaster und Hagenstraße auf", so die Mutter von sieben Kindern. Diese Informationen reichten dem Beamten aus und innerhalb kürzester Zeit war eine Streifenwagenbesatzung vor Ort, um den gefährlichen Bereich mit Trassierband abzusperren. Ein herbeigeführtes Anti-Terror-Team übenahm in Cooperation mit dem Staatsschutz die gefährliche Arbeit, die geixten Steine zu bespringen. Als  sich kein Sprengsatz entzündete, wurde die Aktion für beendet erklärt. Für Polizeihauptwachtmeister Rüdiger Hoax hat die Frau absolut richtig gehandelt: "Augen auf und alles was irgendwie verdächtig erscheint sofort melden", animiert der Polizeibeamte auch weiterhin die Lesergemeinde von waldecker-tagblatt.de, ständig auf der Hut zu sein. 

Weiterhin gibt die Polizei derzeit eine Warnmeldung der Stufe hellrot heraus: Meiden sie gerade in dieser Jahreszeit Weihnachtsmärkte, Zugfahrten und betriebliche Weihnachtsfeiern. Bilden Sie keine Fahrgemeinschaften zur Arbeit, umfahren Sie Staus auf Autobahnen und halten Sie nicht vor roten Ampeln an. Denunzieren Sie ruhig ihre Nachbarn, falls diese sich mal wieder auffällig ruhig verhalten. Kaufen Sie keine Truthähne oder Gänse aus Polen, diese können mit Schwarzpulver gefüllt sein. Suchen Sie keinen Blickkontakt zu anderen Menschen, ziehen Sie eine schwarze Kopfhaube auf, wenn Sie ihren Bankberater besuchen und letztlich und ganz wichtig,  sprechen Sie kein Deutsch in der Öffentlichkeit.

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Letzte Änderung am Sonntag, 06 Dezember 2015 14:02

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