Dienstag, 12 Januar 2016 00:00

Stadt Korbach: Schleichwerbung für Deuster Empfehlung

geschrieben von  Seudo Nühm
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Immer mehr Parker fühlen sich durch die Schleichwerbung animiert sinnlose Produkte zu kaufen Immer mehr Parker fühlen sich durch die Schleichwerbung animiert sinnlose Produkte zu kaufen Foto: Waldecker Tagblatt

KORBACH. (wat) Die Stadt Korbach betreibt Schleichwerbung für die Firma Deuster am Hauptbahnhof.

Zu diesem Entschluss kamen am heutigen Dienstag die Mitarbeiter der neu aufgestellten taktischen Ermittlungsgruppe der Korbacher Polizei. Beim Probeparken wurden die Beamten sehr schnell fündig, obwohl es heute morgen so ausgesehen hatte dass gerade dort im Bereich der Bahnhofstraße wenig freier Parkraum zur Verfügung stand. Ein Beamter der Ermittlungsgruppe bestätigte, das sie in einem Zeitraum von vier Stunden neunmal in die Parkbucht hineingefahren sind und ordnungsgemäß ein Parkticket gezogen haben: "Auf sämtlichen Parkscheinen steht zu lesen, dass die Parkzeit bezahlt wurde, das der Abriss als Gedächnisstütze mitgenommen werden soll und dass der Name "Deuster" im Zusammenhang mit dem Parkschein steht", so der Chef der Ermittlungsgruppe gegenüber waldecker-tagblatt.de.

Die Beamten wurden aktiv, nachdem ein 26-jähriger Korbacher Anzeige wegen Schleichwerbung gestellt hatte. So habe der Korbacher immer mehr eingekauft, als sein Geldbeutel hergegeben hat: "Drogerieprodukte, Parfums und Fotoartikel stapeln sich bei mir in der Wohnung bis unters Dach, obwohl ich den ganzen Kram gar nicht brauche", bestätigt der 26-Jährige seine Kaufsucht, die er allein auf die Animation des Parktickets zurückführt. Der Fachanwalt des Kaufsüchtigen fordert nun Schadenersatz, da der Beweis schwarz auf weiß erbracht wurde. "Die Frage die sich stellt", so der Fachanwalt für schleichende Werbung,-  "wer kommt für den Schaden auf, die Stadt Korbach, die den Parkscheinziehern suggeriert bei Deuster einkaufen zu müssen oder die Firma selbst, die scheinbar Umsätze in unbeschreiblicher Höhe durch Parkscheinwerbung erzielt?".

Der Fall dürfte für ziemliche große Brisanz sorgen, zumal die Mitbewerber DM, Rossmann und Müller ebenfalls ihre Firmennamen auf den Parkscheinticket stehen haben möchten. Gleiches Recht für alle, sagen die Firmen und könnten vor Gericht  mit ihrer Forderung durchkommen. Die Beamten der taktischen Ermittlunsgruppe sind scheinbar ebenfalls betroffen, nach dem Ziehen des neunten Parktickets sind die Beamten in den Laden gegangen und haben sich mit Parfums, Kondomen und Fotoapparaten eingedeckt.

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Letzte Änderung am Dienstag, 12 Januar 2016 13:59

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