Montag, 25 Januar 2016 00:00

In Mühlhausen treibt der Teufel sein Unwesen - Die Kirche wurde beschmiert Empfehlung

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An der Mühlhäuser St. Georgskirche wurden satanische Zeichen mit schwarzer Farbe aufgetragen An der Mühlhäuser St. Georgskirche wurden satanische Zeichen mit schwarzer Farbe aufgetragen Foto: Waldecker Tagblatt

TWISTETAL-MÜHLHAUSEN. (wat) Furchterregende Dinge spielten sich in der letzten Woche in Mühlhausen ab.

Die Vollmondnächte der vergangenen Woche in Mühlhausen lässt die Dorfgemeinschaft mit Unbehagen in eine ungewisse Zukunft schauen. Die Jagdpächter trauen sich nicht mehr allein raus in ihr Revier um den Sauen das Fürchten zu lehren. Mütter schließen ihre Töchter abends in ihre Schlafzimmer ein, nageln Kreuze an die Wände und hängen Knoblauch an die Fenster. Bei Heumanns in Adorf ist der Knoblauch bereits ausverkauft. Sollte das, was sich in den Jahren der Hexenverfolgung von 1575 bis 1578 ereignet hatte, nun wiederkehren? Wurden damals nicht sämtliche Hexen nach peinlicher Befragung auf dem Mörderkopf, westlich von Mühlhausen verbrannt? Fakt ist, dass sich mindestens ein Mühlhäuser Bürger der schwarzen Magie verschrieben hat, dieser steckt mit dem Satan im Bunde und führt schon jetzt Schmierereien an den Hausfassaden im einst so schönen Mühlhausen durch. Hufabdrücke im Schnee von einem angeblichen Pferd an der Mauer der St. Georgskirche verdichten den Hinweis, das sich der Satanismus im Dorf breitmacht.  Das wäre alles nicht so tragisch, würde die Kirche nicht selbst davon betroffen sein. Der Kirchenvorstand hat bereits Anzeige bei der Polizei erstattet, die jedoch behauptet, gegen schwarze Magie nichts ausrichten zu können.

Doch genau hier sieht der Pfarrer der Kirchengemeinde das Treiben Luzifers als Angriff auf seine weißen Schäfchen. Schon werden Rufe nach dem Fürstenhaus in Bad Arolsen laut um den Ketzer zu überführen. Verdachtsmomente gibt es genügend. So soll der Bauer Mehrganz vom Nachbarn Schulze beobachtet worden sein, wie dieser nach einem Kneipenbesuch bei Kiepen Henner auf dem Nachhausenweg wirres Zeug gemurmet hatte, in Höhe der Kirche an einen Laternenpfahl urinierte und mit den Worten "Meine Alte soll der Teufel holen" seinen Weg in die Kirchstraße fortsetze.

Auch die runzelige Grete Küthe, die bereits ein hohes Alter hat und mit 99 Jahren noch immer nicht das Zeitige segnen möchte, steht ganz oben auf der Liste der verdächtigen Personen. Ihr Hausarzt aus Adorf soll bei einer Routineuntersuchung gesagt haben, dass sie mindestens doppelt so alt wird und zwei Leben in sich führe, weswegen ihr der Arzt auch eine Mixtur namens Doppelherz verschrieben habe. Obwohl Küthen Grete alle Vorwürfe bestreitet, soll sie heute einer peinlichen Befragung unterzogen werden. In der alten Schmiede bei Vahlen wird derzeit das Schmiedefeuer in der Esse angefacht um die Wahrheit aus der Teufelsanbeterin herauszuholen.

Die verdächtigste aller Personen soll aber eine Zugezogene sein, die sich Hildegard Müller nennt, im Wiesental wohnt und einen schwarzen Ziegenbock mit unnatürlich langen Hörnern besitzt. Nach Angaben eines Nachbarn soll die Schwester seiner Frau erzählt haben, das sich ihr Schwager bereits im Sommer vor zwei Jahren unter der alten Gerichtseiche mit der 32-jährigen Hildegard getroffen hatte um Unzucht zu treiben. Aus dieser unehelichen Beziehung soll ein Zwitter entstanden sein, der bisher noch nie gesehen wurde. Vermutungen wurden laut, dass es sich bei dem Kind um den schwarzen Ziegenbock handelt, der bei sämtlichen Obstbäumen die Rinde abgefressen habe, woraufhin kein einziger Apfel mehr an den Ästen gehangen hat.

Doch all das wird die fürstliche Familie herausfinden, denn bereits unter Graf Philipp VII von Waldeck wurden im herrschaftlichen Einzugsgebiet in den Jahren 1650 bis 1664, genau 38 Prozesse wegen Hexerei abgehalten, nur eine einzige Person, eine gewisse Susanne Weber wurde nach einem Jahr Folter als unschuldig eingestuft und der Freiheit übergeben. Das lässt den Schluss zu, dass bereits damals das Fürstenhaus der Waldecker alles herausfindet und den Täter auch diesmal überführen wird.

Link: 112-magazin.de berichtete darüber am 22. Januar 2016

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Letzte Änderung am Montag, 25 Januar 2016 07:27

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