Donnerstag, 31 März 2016 00:00

Eimelroder Jagdgenossenschaft schreibt schwarze Zahlen Empfehlung

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Wird jedes Jahr für weitere 10 Jahre neu ausgeschrieben: Gemeindejagd Eimelrod Wird jedes Jahr für weitere 10 Jahre neu ausgeschrieben: Gemeindejagd Eimelrod Screenshot: Waldeckische Landeszeitung v. 31.03.2016

EIMELROD. (wat) Von wegen dummer Bauer...!

Der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft Eimelrod Trachte, revolutioniert die Jagdverpachtung im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Angefangen hat Trachte mit dem Revier Eimelrod I. Trachte versammelt mit seiner Idee fast sämtliche Jagdgenossen hinter sich. Der Clou an der Geschichte ist, dass das Revier mit einer Größe von 350 Hektar nun jedes Jahr für weiter 10 Jahre neu ausgeschrieben und neu verpachtet wird, der alte Pächter aber trotzdem weiter dort Jagen darf, auch wenn jährlich ein weiterer Pächter nebst Begehungsscheinen hinzu kommt. Der alte Pächter hatte das Revier erst vor zwei Jahren gepachtet und wurde durch eine Anzeige in der heimischen Presse auf sein Jagdrevier aufmerksam, für das er 7000 Euro im Jahr bezahlt.

Ein Jagdgenosse aus Eimelrod bestätigte gegenüber dem Waldecker Tagblatt die geniale Idee des Jagdvorstehers Trachte: "Das wir da nicht selbst drauf gekommen sind, ist wirklich blöd, aber nicht jeder Bauer ist ein Schlauer". Ein weiterer Landwirt aus Eimelrod kommt auf unvorstellbare Summen und hat mit dem Taschenrechner ausgerechnet, dass die Jagdpacht pro Jahr um das Doppelte hoch³ steigt, bei gleicher Fläche: "Die Jagd bringt uns im Mittel 80.000 Euro, ohne die entgeltlichen Begehungsscheine mit eingerechnet zu haben, sonst wären wir bei fast 100.000 Euro". Um das Ganze noch perfekter zu machen sollen die Wildschadenpauschalen gänzlich wegfallen glaubt man der Gerüchteküche - und eine Schusspauschale eingeführt werden um die zusätzlichen Ausgaben für Zeitungsinserate nicht aus eigener Tasche bezahlen zu müssen.

Für den derzeitigen Pächter des Reviers Eimelrod 1, Burghard K. wird sich nichts ändern, außer dass man jetzt zu viert auf jeder Kanzel im Revier sitzt um dem Sauenproblem Herr zu werden. Es bleibt zu wünschen, dass andere Reviere dem Beispiel folgen um noch mehr Menschen in den Genuss der Jagerei zu bringen und die Geldsäckel der Jagdgenossen zu fluten. 

Quelle: Screenshot WLZ - Anzeige unter Bekanntmachung der Jagdgenossenschaft Eimelrod vom 31.03.2016.

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Letzte Änderung am Freitag, 01 April 2016 07:54

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